Im Erdinger Schulviertel

Mann zerrt Schülerin (14) in sein Auto

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Erding - Familien in Erding sind zutiefst verunsichert: Mehrere Männer haben Kinder angesprochen und sie ermuntert, mit ihnen zu kommen. In einem Fall hat ein Unbekannter sogar versucht, eine 14-Jährige zu sich ins Auto zu zerren.

Passiert ist bislang nichts. Schulen und Polizei sind jedoch in Alarmbereitschaft. Die Eltern wurden per Rundschreiben informiert. Die Polizei ist mit mehreren Zivilstreifen im Einsatz.

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Der bisher schlimmste Vorfall ereignete sich nach Angaben von Polizeirat Anton Altmann, Chef der Erdinger Inspektion, am Mittwochabend auf der Bajuwarenstraße in Richtung Therme – ausgerechnet in unmittelbarer Nähe zur Polizeiwache. In der Nachbarschaft liegen zwei Realschulen und zwei Gymnasien sowie zwei Förderzentren mit insgesamt an die 5000 Schülern aus dem gesamten Landkreis.

Ein 30 bis 40 Jahr alter Mann versuchte gegen 18 Uhr, eine 14-jährige Schülerin in seinen viertürigen dunklen Kombi zu ziehen. Er ist 1,90 Meter groß, trug Jeans und schwarze Bomberjacke. Er hat kurze schwarze Haare und einen eben solchen schwarzen Bart. Er soll gebrochen deutsch gesprochen haben.

Das Mädchen reagierte richtig und schrie laut um Hilfe. Dies bemerkte ein Autofahrer, der in einer gegenüberliegenden Busbucht parkte. Er eilte zu Hilfe und zog die 14-Jährige von dem Mann weg. Der Täter stieg ins Auto und flüchtete. Zeuge und Kind entfernten sich. Erst danach wurde die Polizei eingeschaltet. Die fahndet nun nach dem möglichen Sexualstraftäter. Der Zeuge und Helfer wird dringend gebeten, sich unter Tel. (0 81 22) 96 80 mit der Erdinger Polizei in Verbindung zu setzen.

Die Sicherheitskräfte sind in erhöhter Alarmbereitschaft. Denn bereits am Donnerstag voriger Woche und am Montag wurden zwei elf Jahre alte Mädchen in dem selben Bereich von Männern angesprochen. Leider wurde die Polizei hier erst verspätet eingeschaltet.

„Wir haben keine Anhaltspunkte, dass es sich um die selben Täter handelt. Bisher sieht es eher danach aus, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Ansprachen der Kinder gibt“, so Altmann.

Die Schulen haben die Eltern informiert. Helma Wenzl, Leiterin des Anne-Frank-Gymnasiums, etwa hat am Donnerstag einen Rundbrief versandt. Darin bittet sie die Familien, das Thema mit den Kindern behutsam zu besprechen, ohne Panik zu schüren. „Sicherlich ist es hilfreich, über Verhaltensregeln zu sprechen“, heißt es in dem unserer Zeitung vorliegenden Brief weiter.

Der Jugendbeauftragte der Polizei koordiniert die Fahndung, die in den nächsten Tagen weiterläuft.

Rubriklistenbild: © ham

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