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Erdings OB Max Gotz.

Bahnausbau

Erdings OB Gotz rät zur verbalen Abrüstung

Um für Dorfen die beste Lösung beim Bahnausbau zu bekommen, rät Erdings Oberbürgermeister Max Gotz zu Geschlossenheit und Unterstützung von Bürgermeister Heinz Grundner. Und der OB mahnt die BI Bahnausbau zur verbalen Abrüstung.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – In der Jahreshauptversammlung des Dorfener CSU-Ortsverband fand OB Max Gotz, der in Erding selbst für eine S-Bahn-Tunnellösung kämpft, deutliche Worte. Entscheidend bei allen politischen Befindlichkeiten sei, „dass Geschlossenheit in den Gremien herrscht“. Er könne nur raten, „den Bürgermeister uneingeschränkt zu unterstützen“. Gotz betonte, Grundner habe Recht, wenn der in dem Fall sage, die Bahn müsse die Planungen nach wirtschaftlichen Aspekten fürhen. „Und alles andere, die kosmetischen Dinge, Tieferlegung, Trog und Tunnel, sind alles Luftschlösser.“ Wer sage, da habe man einen Anspruch, „liegt daneben“. Die Bahn habe Planungsrechte, „deshalb kann man diesen Partner nicht beschimpfen“. „Wissen diejenigen, die Extremlösungen fordern, auch was sie tun?“, fragte Gotz. „Die müssen dann auch den Geldbeutel aufmachen und brauchen nicht glauben, dass der Steuerzahler von irgendwoher die Dinge finanziert.“

Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner

Ständig die Planer anzugreifen sei „verkehrt“, warnte Gotz. Seit März ist er für den Städtetag als Aufsichtsrat in der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. „Ohne Geschlossenheit hinter dem Bürgermeister zustehen, ohnedem geht nichts.“ Denn der entscheidende Punkt sei, nicht nur die Bahn, sondern auch den Freistaat mit ins Boot für eine vertretbare Lösung zu bekommen. Es sei nur menschlich, wenn man Widerstände und Beschimpfungen erfahre, dass sich Entscheider dann umdrehen und gedacht werde: „Machts was wollt’s“. Und Gotz mahnte: Gebe es keine möglichst einstimmigen Beschlüsse vor Ort, rieben sich Projektverantwortliche die Hände: „Praktisch, brauch ma nix macha.“ Was dann rauskomme, sei klar: „Am Ende hamma gar nix.“ Die „Anderen“ (Gotz meinte die Bürgerinitiative Bahnausbau) sollten daher „ein Stück zurückstecken“ und auch den Bürgermeister unterstützen.

Nach den jüngst Dissonanzen und der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister durch BI-Sprecher Georg Brandhuber (wir berichteten) hatte Grundner das Thema Bahnausbau aufgegriffen. Er setze weiter auf einen sachlichen Dialog mit der Bahn, im Stadtrat und mit der BI. Nur gemeinsam habe man die Chance, eine maximale Lösung für Dorfen in städtebaulicher Sicht und beim Lärmschutz zu erreichen. „Grobschlächtig mit Holzhammermethoden draufhaun nützt nichts. Die Bahn ist Partner“, sagte Grundner.

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