Erneuerung der Bahnüberführung in Wifling 

Rund um die Uhr wird gearbeitet

2020 wird die Bahnüberführung über die Harlachener Straße in Wifling erneuert. Für die Anwohner wird das eine Herausforderung.

Von Vroni Vogel

Wifling – Im Jahr 1872 wurde die Bahnüberführung über die Harlachener Straße in Wifling errichtet. 2020 soll sie erneuert werden (wir berichteten). Sieben Monate werden die Arbeiten dauern. Ziel ist es, ein wartungsarmes Bauwerk zu schaffen.

Im Wörther Gemeinderat präsentierten jetzt eine Vertreterin der Bahn und der Planer mehrere Varianten. Die Vorzugsvariante sieht vor, einen ortsbildprägenden Baum in Nähe der Überführung zu erhalten. Was für die Anwohner problematisch sein dürfte, ist die Lärmbelastung. Denn es geht hier nicht nur um die üblichen Baustellengeräusche. In der intensiven Phase soll über neun Tage lang 24 Stunden am Stück an der Baustelle gearbeitet werden.

Hier legte Gemeinderat und Betroffener Sepp Brummer (ÜPWG) sein Veto ein: „Irgendwann muss man schlafen können“, sagte er und hakte nach, wie es mit möglichen Bauschäden an den Häusern durch die Erschütterungen aussehe. Hier wird vorab ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt werden, so die Antwort.

Die Vorzugsvariante soll insgesamt rund 2,5 Millionen Euro kosten, von denen die DB Netz 900 000 Euro trage. Die Gemeinde muss mit rund 1,6 Millionen Euro rechnen. Da die DB Netz am Ende wegen des Vorteilsausgleichs einen Ablösebetrag zu zahlen habe, verringere sich die Summe letztlich auf einen kommunalen Anteil von 625 000 Euro. Zudem sei mit Zuschüssen zu rechnen.

Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) sah in der Zuschussfrage Klärungsbedarf, um belastbare Zahlen zu bekommen. Auch Thomas Altmann (SPD/Parteifreie) meinte, man müsse bezüglich der Förderfähigkeit „Licht ins Dunkel“ bringen.

Vizebürgermeisterin Ulla Dieckmann (SPD) wollte wissen, wie die öffentliche Beförderung während der neuntägigen Bautätigkeit rund um die Uhr geregelt werde. Es werde einen Schienenersatzverkehr geben, ansonsten solle der S-Bahnbetrieb weitgehend aufrecht erhalten werden, so der Planer.

Bei den Arbeiten ist der Wunsch Wörths berücksichtigt worden, die Straßenunterführung aus Verkehrssicherheitsgründen aufzuweiten. Die Breite soll 8,50 Meter und die Höhe 4,50 Meter betragen. Den Gehweg will man auf 2,50 Meter und die Fahrbahn auf 5,50 Meter verbreitern. Auch ein Schrammbord mit 50 Zentimetern ist vorgesehen. So will die Gemeinde die Engstelle im Tunnel beseitigen.

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