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Schnipp, schnapp: Die Langenpreisinger Schüler durften gestern selbst zur Schere greifen, das weiß-blaue Absperrband durchschneiden und somit ihre neue Schule offiziell eröffnen. Mit dabei: Schulleiter Martin Brandlmaier (hinten, l.) sowie die Bürgermeister (vorne, v. l.) Leo Melero witz, Peter Deimel und Josef Straßer.

Eröffnung nach Umzug in Langenpreising

Kinder stürmen ihre neue Schule

Eben noch gespenstisch leer, ist die neue Langenpreisinger Schule seit gestern mit Leben gefüllt. Die 105 Schüler haben das Haus in Beschlag genommen.

Langenpreising ImSekretariat stehen Umzugskartons herum, das Telefon ist noch tot. Aber die neue Langenpreisinger Schule ist seit gestern quicklebendig, nachdem die aktuell 105 Schüler von ihr Besitz ergriffen haben.

Lehrerin Dijana Pfanzelt gab Scheren aus. Schließlich musste ja ein Band durchschnitten werden, und alle Kinder durften einen Schnipsel haben. Bürgermeister Peter Deimel gab das Kommando, auf das hin die Mädchen und Buben die Schere ansetzen durften. Er selbst verzichtete, wie auch die beiden anderen Bürgermeister, darauf.

„Passt auf sie auf“, lautete der Aufruf Deimels an die Schüler, was den Umgang mit der Schule angeht. Ein gehorsames, vielstimmiges „Ja!“ schallte ihm entgegen. Eine Überraschung hatte der Gemeindechef noch: Alle Kinder erhielten vom Wasserzweckverband eine Trinkflasche. Das hatte einen Grund: 2016 schon hatte die damalige zweite Klasse unter der Pfanzelts Leitung einen vom Wasserzweckverband ausgelobten Wasserspender für die Schule gewonnen. „Wir haben damals entschieden, dass der jetzt nicht mehr in die alte Schule kommt“, sagte Schulleiter Martin Brandlmaier. Die Gemeinde hat ein zweites solches Gerät gesponsert, sodass jetzt jeweils eines im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss stehen kann. Sie werden in diesen Tagen aufgestellt, die Anschlüsse wurden gleich beim Bau berücksichtigt.

Brandlmaier bezeichnete den Umzug als gut gelungen. Klassenweise gingen die Kinder im Gebäude auf Erkundungstour, erforschten die neuen Möglichkeiten. Auch für die Lehrkräfte bedeutet das neue Schulhaus laut Brandlmaier eine Umstellung, denn der Umgang mit dem, was als Lernlandschaften Einzug in die Pädagogik gehalten hat, will erprobt sein. Erste Ansätze habe es schon in den Behelfsbauten gegeben, so Brandlmaier: „Die Kinder lieben das.“

Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer in dieser Hinsicht? Brandlmaier meldete Fehlanzeige. „Das geht nur mit Learning by doing“, so der Schulleiter. Derweil war aber Bürgermeister Deimel schon wieder im Schulgebäude unterwegs, Süßigkeiten in der Hand und auf der Suche nach den Menschen, die bei solchen Anlässen gar zu oft vergessen werden: „Die kriegen die Putzdamen. Die haben ziemlich gearbeitet über das Wochenende“, sagte er.

Klaus Kuhn

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