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Geschichte wieder lebendig machte Greg Webersberger (l.) beim Erzählcafé im Pfarrheim Oberneuching. 

Erzählcafé 

„Oberneuching war damals das Edeldorf“

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Bücher über Bücher hat Greg Webersberger gewälzt, um der Neuchinger Geschichte auf die Spur zu kommen. „Doch das, was ihr jetzt hört, sind nur rund zwei Prozent davon“, sagte er beim Erzählcafé. Ins Pfarrheim Oberneuching hatte dazu der Arbeitskreis Senioren und Soziales eingeladen.

Oberneuching – Bücher über Bücher hat Greg Webersberger gewälzt, um der Neuchinger Geschichte auf die Spur zu kommen. „Doch das, was ihr jetzt hört, sind nur rund zwei Prozent davon“, sagte er beim Erzählcafé. Ins Pfarrheim Oberneuching hatte dazu der Arbeitskreis Senioren und Soziales eingeladen.

Unter dem Motto „Von Edlen und Bauersleuten“ stand die dritte Auflage des Erzählcafés. Dabei erfuhren rund 30 Interessierte, dass im Baugebiet Blumenstraße Ost vier Gräber gefunden wurden, die auf die Römerzeit (0 bis 485 n. Chr.) zurückgehen. Oder dass es Hinweise gibt, dass in Neuching die Grundlagen für das erste deutsche Schulgesetz geschaffen wurden. So exakt weiß man das nach vielen Jahrhunderten jedoch nicht mehr.

Webersberger streifte ebenso die Zeit der Agilolfinger wie das Wirken von Herzog Tassilo (772), nach dem die Tassilostraße in Oberneuching benannt ist. Kaiser Heinrich soll dem Bischof zu Regensburg am 29. Mai 940 das Dorf Niederneuching geschenkt haben. „Oberneuching war damals das Edeldorf“, sagte Webersberger und erntete einige Schmunzler im Publikum. Ein Adelsgeschlecht hätte sich demnach nie in Niederneuching niedergelassen.

Die zweite Schenkung erfolgte am 16. Juli 950 und zwar ein Landgut in Niuhinga. „Das war angeblich das naheliegende Inning und heutige Moosinning.“ 1109 stiftete Isidor die Kapelle, die sich neben der Pfarrkirche befindet. 1362 wurde Oberneuching erstmals schriftlich erwähnt, 1413 dann Niederneuching, das damals auch Unterneuching geheißen haben könnte.

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Webersberger mit der Geschichte. „Immer im Garten kann man auch nicht arbeiten“, meinte er. Altbürgermeister Hans Brunhierl habe ihn für den Arbeitskreis Chronik angeworben. Webersberger begann mit der Übersetzung von Beschlussbüchern aus dem Jahr 1833. Dazu musste er sich die alte deutsche Schrift beibringen sowie seine Steno-Kenntnisse auffrischen und erweitern.

Es folgten 30 Schulhefte mit rund 800 Seiten, die im Staatsarchiv Landshut eingelagert sind. Pfarrer Grammel, der früher in Neuching tätig war und später Pfarrer von Oberdorfen wurde, hatte viel notiert. Doch er war 1953 beziehungsweise 1954 tödlich verunglückt. Derzeit arbeitet der Arbeitskreis Chronik an einer Haus- und Hofchronik. Daniela Oldach

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