Bei den sogenannten Battles in der Show „The Voice Of Germany“ schaffte es Tímea Göghova in den Ring. In die nächste Runde ist sie nicht gekommen.
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Bei den sogenannten Battles in der Show „The Voice Of Germany“ schaffte es Tímea Göghova in den Ring. In die nächste Runde ist sie nicht gekommen.

TV-Show „The Voice Of Germany“: Tímea Göghova (42) aus Neufinsing ist nicht weitergekommen

„Es war eine tolle Erfahrung“

  • Veronika Macht
    VonVeronika Macht
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Tímea Göghovas Traum vom Erfolg bei „The Voice Of Germany“ ist früh geplatzt.

Neufinsing – In der ersten Runde des TV-Gesangswettbewerbs „The Voice Of Germany“ hatte Tímea Göghova gleich zwei Coaches von sich überzeugt (wir berichteten). Jetzt standen die sogenannten Battles an. Dabei musste die 42-Jährige aus Neufinsing einen Popsong als Metal-Version singen – und sich am Ende ihrem Konkurrenten geschlagen geben.

Am Sonntagabend wurde die TV-Show auf Sat.1 ausgestrahlt. Im Team von Mark Forster musste sich Göghova zunächst in einer Dreiergruppe mit Alex Kerski und Babsi Pak beweisen. Alle drei sind Metal-Rock-Sänger, und für sie ausgesucht hatte Forster „Umbrella“ – im Original ein Popsong von Rihanna, dieses Mal jedoch in einer Rock-Version von Vanilla Sky. Begeistert waren alle drei Sänger von dieser Wahl nicht gerade.

„Ich hatte für diese Runde ganz viele tolle Titel auf meiner Wunschliste, vieles in die härtere Richtung, aber auch Balladen und Heavy-Metal-Songs mit Operngesang“, erzählt Göghova nach ihrem Ausscheiden im Gespräch mit unserer Zeitung und gibt zu: „,Umbrella’ hätte ich selbst niemals ausgesucht, das ist absolut nicht mein Geschmack.“

Dennoch setzte sich die 42-Jährige im Coaching durch und stand schließlich gemeinsam mit Kerski auf der Bühne – in hautengen Leggings, in einer Corsage in Rot und Schwarz, mit blutroten Lippen. „Dieses Outfit und die Show selber zum Song waren authentisch an dem Auftritt, solche Outfits trage ich gern auf der Bühne. Der Song war leider nicht authentisch für mich“, sagt Göghova. „Ich habe mich damit nicht wohl gefühlt, der Titel hat einfach nicht zu mir gepasst. Und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich bei dem Song meine Stärken zeigen konnte“, bedauert sie.

Die Coaches fanden zwar lobende Worte, schienen aber alle so ihre Probleme mit dem Metal-Genre zu haben. Mark Forster sagte: „Das sind zwei Künstler, die da auf der Bühne stehen. Ich bin ein großer Fan von euch beiden.“ An Göghova gerichtet meinte er: „Du bist interessant und speziell, du liebst und lebst Musik, du warst bei jeder Probe 150 Prozent am Start. Und ich liebe das bei Künstlern.“ Gereicht hat es für die 42-Jährige am Ende dennoch nicht, der Coach entschied sich für ihren Konkurrenten.

„Ich war richtig enttäuscht, ich wollte wenigstens noch eine Runde überstehen, aber das wollen alle Sänger, die dort mitmachen, und es können nicht alle weiterkommen“, gibt die Sängerin schmunzelnd zu, die hauptberuflich an der Volkshochschule Haar als Leiterin des Fachbereichs Deutsch und Integration arbeitet. „Das Scheitern war für mich furchtbar. Ich habe tatsächlich eine Runde geheult nach meinem Ausscheiden. Ich bin eben ein schlechter Verlierer, aber ich stehe dazu.“

Entmutigen lässt sich Göghova davon allerdings nicht. „Ich mache auf jeden Fall mit meinen beiden Bands Still Awake und Passion Control weiter, und ich schreibe weiter meine eigenen Songs. Da wird nächstes Jahr einiges kommen“, sagt die Sängerin. und verrät, dass sie trotz allem durchaus nochmals bei einer solchen Show mitmachen würde: „Ich habe hinter den Kulissen Erfahrungen gesammelt, ich weiß jetzt, wie so eine Castingshow funktioniert. Mit dem Wissen von jetzt würde ich mich wahrscheinlich nochmals bewerben“, sagt sie und ergänzt: „Es war eine tolle Erfahrung, die ich miterleben durfte.“

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