Schlecht frequentiert: Wird der Unterhalt nicht geklärt, droht dem Fitnessparcours mit 29 Stationen das Aus. F.: prä

St. wolfganger Fitnessparcours

Euphorie verflogen

St. Wolfgang - Euphorisch wurde 2009 der „St. Wolfganger Fitnessparcours“ eingeweiht. Doch das Nutzerinteresse ist längst abgeflaut und der Geräteparcours wird nur noch wenig frequentiert. Für den Gemeinderat stellte sich jetzt die Frage der Pflege und des Erhalts der Verkehrssicherheit.

 Hinter der Umsetzung des Projekts stand der Förderverein „Schule Bildung und Kultur“ der Grundschule St. Wolfgang. In nur sechs Monaten wurden auf vier Routen mit drei bis elf Kilometern 29 Stationen aus Spendenmittel im Bereich St. Wolfgang, Lappach und Armstorf aufgebaut. Der Förderverein habe nun beantragt, die Gemeinde solle den Parcours übernehmen, berichtete Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW).

Nach der Anfangseuphorie ist der Förderverein nun mit Pflege und Unterhalt offenbar überfordert. Der Verein habe nicht mehr die nötigen Mittel und könne auch den Arbeitsaufwand nicht mehr leisten, berichtete Gaigl. Der Gemeinderat hatte im August 2009 beschlossen, dass der Fitnessparcours nach der „endgültigen Fertigstellung“ in die Trägerschaft der Gemeinde übergehen soll. Die Pflege sollte der Bauhof übernehmen. Bis heute sei aber „kein offizieller Fertigstellungstermin“ bekannt gegeben. Das sei ein unbefriedigender Zustand, auch im rechtlichen Sinne, der zu klären sei. Ein Konzept für den Unterhalt sei nach Kenntnis der Verwaltung auch nie vorgelegt worden. Die Geräte stehen auf privaten und gemeindlichen Flächen.

Das Projekt sei grundsätzlich gut und mit hochwertigen Geräten ausgestattet, war man sich einig. Magdalena Wandinger-Strauß (FW) erinnerte aber, dass einige im Gemeinderat „schon damals“ gewarnt hätten, „die Finger“ von dem Projekt zu lassen. Es sei „klar“ gewesen, dass der Förderverein das auf Dauer nicht werde leisten können. Die Begeisterung im Gemeinderat, den Unterhalt für den Parcours zu übernehmen, war gering. Hohe Kosten werden befürchtet. Zuletzt habe sich die Arbeitstherapie-Gruppe aus dem Betreuungszentrum Wernhardsberg um die Pflege gekümmert, berichtete Franz Finger (CSU). Das sei aber wohl eingeschlafen. Vorgeschlagen wurde, eventuell Patenschaften für Geräte zu finden, um die Gemeinde zu entlasten. Eine Verkleinerung des Parcours wurde angedacht. Ein Beschluss wurde nicht gefasst. Zunächst soll geklärt werden, ob das Betreuungszentrum die Pflege wieder aufnehmen würde.

Hermann Weingartner

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