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Vor Gericht

Exhibitionist bekommt Bewährung

Taufkirchen - Ein 40-Jähriger hat sich im Taufkirchener Waldbad mehrmals nackt Kindern gezeigt. Vor Gericht wurde er jetzt zu einer Haftstrafe verurteilt.

Taufkirchen/Erding – Schlimmer Vorfall im Taufkirchener Waldbad: Mit entblößtem Geschlechtsteil präsentierte sich ein 40-Jähriger Bauarbeiter im August vor Kindern im Nichtschwimmerbecken des Freibads. Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern musste sich der Bauarbeiter jetzt vor dem Erdinger Amtsgericht verantworten. Rund zwei Stunden lange hatte der Angeklagte immer wieder seine Badehose herunterzogen und sich dabei von mindestens fünf Kindern beobachten lassen. Einige der Kinder waren schockiert, sagte der Sachbearbeiter der Polizei vor Gericht aus. Ein dauerhafter Schaden sei aber nicht zu befürchten.

Der aus dem Raum Taufkirchen stammende Angeklagte wollte zum Sachverhalt vor dem Richter keine Angaben machen. Über seinen Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Martin Paringer aus Erding, räumte er die Tat jedoch vollumfänglich ein. Es ist die erste Auffälligkeit im Leben des bislang unbescholtenen, geschiedenen Mannes, der für einen Teenager sorgt. Seinen Angaben nach wurde eine DNA-Probe genommen, das Ergebnis findet sich jedoch nicht in den Akten. Der Angeklagte sei deshalb freiwillig zu einer Wiederholung bereit. Eine Sitzung mit einem Therapeuten ist nach Meinung des Anwalts für seinen Mandanten nicht nötig.

„Er hat erkannt, dass es ein Fehler war und ist geständig“, erklärte die Staatsanwältin, fand aber erschwerend, dass es sich gleich um mehrere Kinder handelte. Der Strafrahmen für sexuellen Missbrauch von Kindern reicht von drei Monaten bis fünf Jahre Freiheitsstrafe. Die Staatsanwältin forderte 15 Monate, die zur Bewährung ausgesetzt werden könnten.

Rechtsanwalt Paringer befand die Tathandlung „am unteren Rand“ des Missbrauchs und betonte, dass die Kinder „gottseidank keinen bleibenden Schaden erlitten“. Zwischen seiner Forderung nach acht Monaten Freiheitsstrafe und dem Strafantrag der Staatsanwältin wählte Richter Michael Lefkaditis salomonisch eine Freiheitsstrafe von einem Jahr aus, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Geldauflage hierfür hat der Angeklagte 1500 Euro in Raten an den Kinderschutz e.V. zu zahlen. Der 40-Jährige nahm das Urteil an und entschuldigte sich für den „nicht nachvollziehbaren Vorfall“.

Gert Seidel

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