Isar-Amper-Klinik Taufkirchen

Experten: Forensik ist sicher

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Taufkirchen - Von der Taufkirchener Forensik geht keine Gefährdung der Öffentlichkeit aus. Dieses Fazit zieht die Klinikleitung nach einer Sicherheitskonferenz.

Die Zahl besonderer Vorkommnisse in der Taufkirchener Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, in der ausschließlich Frauen aus ganz Bayern behandelt werden, ist insgesamt zurückgegangen. Gemeldet werden dabei unter anderem aggressive Übergriffe, aber auch Feueralarme oder sonstige Besonderheiten. Das Ergebnis der diesjährigen externen Sicherheitskonferenz im Isar-Amper-Klinikum: Die Sicherheit in der Taufkirchener Forensik wird als hoch eingestuft. Verena Klein, Leiterin des Maßregelvollzugs, zog ein positives Fazit: „Von unserer Klinik geht keine Gefährdung der Öffentlichkeit aus.“

Die externe Sicherheitskonferenz Forensik findet seit über 15 Jahren statt. Daran beteiligt sind Experten von Polizei, der Justiz sowie der Bezirksbauverwaltung. Dadurch sollen mögliche Sicherheitslücken aufgespürt werden. In der Taufkirchener Klinik gibt es aber seit Jahren kein Problem. Die letzte echte Entweichung aus der Einrichtung ist über zehn Jahre her. „In unserer Klinik zeigen die Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen ein sehr hohes Sicherheitsbewusstsein“ konstatierte Klein nach Angaben aus Teilnehmerkreisen.

Gestiegen ist dagegen die Zahl der sogenannten „Lockerungsmissbräuche“. Ein solcher liegt vor, wenn eine Patientin aus einem genehmigten Freigang nicht oder nicht pünktlich zurückkommt. 2015 betraf dies neun Patientinnen. Beteiligt waren daran ausschließlich Patientinnen, die wegen einer Suchterkrankung zu einer Unterbringung in Form einer Therapie verurteilt wurden. Vier dieser Patientinnen kehrten freiwillig nach Taufkirchen zurück.

Bundesweit einmalig ist in Taufkirchen die Mutter-Kind-Behandlung. Aktuell befinden sich vier Mütter mit ihren Kleinkindern in der forensischen Abteilung des Fachkrankenhauses für Psychiatrie und Psychotherapie. Seit dem Inkrafttreten des Bayerischen Maßregelvollzugsgesetzes im August 2015 ist auch eine Behandlung gegen den Willen einer Patientin unter strengen Kriterien möglich.

Pflegedirektor Hermann Schmid bedankte sich bei der Polizeiinspektion Dorfen für die gute Zusammenarbeit. Das Klinikum möchte diese weiter ausbauen und bot eine Fortbildung für Polizisten zum Thema „Psychiatrische Fragestellungen“ an.

Rubriklistenbild: © BeckerBredel

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