Verkehrschaos in Hörlkofen

Fahrdienstleiter vergisst, Bahnschranken zu öffnen

Hörlkofen - Eine lange Autoschlange staute sich am Freitagvormittag an einem Bahnübergang in Hörlkofen. Der Grund ist ungewöhnlich.

Der Zug der Südostbayernbahn nach Mühldorf, der um 9.07 Uhr in München abfährt, war längst durchgefahren. Doch die Schranken blieben unten. Der Grund: Der Fahrdienstleiter hatte wahrscheinlich schlichtweg vergessen, sie zu öffnen.

 Die Hörlkofener sind ja Kummer mit dem Bahnübergang gewohnt, denn im Berufsverkehr staut es sich dort regelmäßig. Allerdings nicht um dreiviertel zehn. Unser Leser Günter Lassak stand in der Schlange und informierte die Heimatzeitung. Erst nach etwa 20 Minuten seien die Schranken dann endlich hochgegangen, und der Verkehr geriet wieder in Fluss.

 „Es sieht so aus, als hätte der Fahrdienstleiter tatsächlich vergessen, die Schranken zu öffnen“, heißt es aus der Pressestelle der DB Regio Südbayern. Man habe zwar noch nicht mit dem Fahrdienstleiter am Bahnhof Hörlkofen sprechen können, doch gebe es keine andere Erklärung. Natürlich dürfe so etwas nicht passieren, und der Pressesprecher kann sich auch nicht daran erinnern, jemals über eine vergleichbare Situation Auskunft gegeben zu haben. So oder so: „Die DB Regio entschuldigt sich vielmals bei den Autofahrern für den Ärger, der ihnen dadurch entstanden ist.“

 Schlimmer wäre es natürlich, wenn ein Fahrdienstleiter vergisst, die Schranken zu schließen. „In solchen Fällen gibt es elektronische Absicherungen, beispielsweise über Signale“, heißt es aus der Pressestelle der DB Regio. Man wisse allerdings nicht, ob bei dem Hörlkofener Bahnübergang eine derartige Sicherung vorhanden sei.

ml

Rubriklistenbild: © Symbolbild / dpa

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