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Carina Bischke ist eine der Verantwortlichen Fairtrade-Steuerungsgruppe.

Zwei-Jahresbericht der Steuerungsgruppe 

Fairtrade: Umdenken durch Aufklärung

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Vor genau zwei Jahren ist Erding Fairtrade-Stadt geworden. Seither haben die Ehrenamtlichen viel erreicht, selbst bei Supermärkten sowie Hotellerie und Gastronomie. Das Engagement wurde jetzt belohnt.

Erding – Die Freude stand Carina Bischke ins Gesicht geschrieben, als die Sprecherin der Steuerungsgruppe am Dienstag vor dem Stadtrat sprach. Denn gerade erst hatte sie erfahren, dass die Fairtrade-Stadt die Rezertifizierung bestanden hat. Das heißt: Diesen Titel darf Erding vorerst zwei weitere Jahre führen.

Kein Wunder angesichts der vielen Aktivitäten der Ehrenamtlichen. „An 49 Tagen hatten wir seit der Gründung mit Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller Veranstaltungen und Aktionen“, bilanzierte die Sprecherin. Es sei gelungen, den fairen Welthandel aus der Nische zu holen. Längst sei nicht mehr der Weltladen in der Erdinger Innenstadt der einzige Dreh- und Angelpunkt. In 30 Geschäften gibt es laut Bischke Fair-Trade-Produkte, auch in den Supermärkten und Discountern der großen Ketten.

Hinzu kommt nach ihren Angaben über ein Dutzend Lokale und Hotels, darunter die beiden McDonald’s-Filialen. Die ersten Bekleidungsgeschäfte springen auf den Zug auf, aktuell das Modehaus Kraus.

Bischke berichtete den Stadträten von nunmehr zwei Fairtrade-Schulen – nach dem Anne-Frank-Gymnasium ist das die Mädchenrealschule Heilig Blut. Und sie erzählte von Bestrebungen der Mittelschule am Lodererplatz, Fairtrade-Schule zu werden.

Doch der Steuerungsgruppe reicht es nicht, die Zahl der Verkaufsstellen und der angebotenen Produkte zu erhöhen. Sie setzt sich auch für ein Umdenken durch Aufklärung ein. Bischke berichtete von zahlreichen Veranstaltungen, darunter die Auftritte auf dem Christkindlmarkt und den Gewerbetagen, die Fußballspende an die SpVgg Altenerding und die JFG Sempt Erding, ein Infoabend über fairen Blumenhandel, eine Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten sowie ein Vortrag im Rahmen der Kinder-Uni an der Volkshochschule.

Darüber hinaus arbeitet das Gremium mit anderen Vereinen und Initiativen zusammen, etwa dem Bund Naturschutz, dem Hospizverein, der Nachbarschaftshilfe und dem Werkstatt-Café der Caritas. Auch den Stadtrat will Bischke noch enger einbinden. Sie strebt ein Konzept nachhaltiger Beschaffung an. So sollen Produzenten ausgeschlossen werden, die etwa auf Kinderarbeit setzen.

OB Max Gotz (CSU) lobte die Steuerungsgruppe. „Es ist absolut lobenswert, was Sie im Ehrenamt geschaffen haben. Sie haben allerhand auf die Beine gestellt.“ Von den Stadträten gab’s Applaus.

Von Hans Moritz

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