Faschingsumzug in Isen: Bunter Gaudiwurm mit Königin und Pennern

Isen - Der Isener Faschingsumzug glänzte auch heuer wieder mit vielen Beteiligten. Über 20 Gruppen hatten sich, teils spontan, teils angemeldet, dem Gaudiwurm angeschlossen, der am oberen Markt eine Strecke von rund einem Kilometer zu bewältigen hatte - und das gleich dreimal.

Gleich zu Beginn wurde der rote Teppich für Queen Elisabeth ausgelegt, die erneut - nach dem Pfarrball - mit ihrem Hofstaat aus Mittbach, Pemmering und Burgrain den Isenern ihre Aufwartung machte. Nach einem Grußwort reihte sich die wunderbar authentisch gekleidete Truppe hinter der Blaskapelle Isen ein, die, wie immer, den Faschingszug mit flotter Musik anführte.

Immer mit dabei ist der Bowling Club, der sich diesmal das Thema „Rund um die Welt“ vorgenommen hatte und einen abflugbereiten Ballon mitführte. In Begleitung befanden sich einige „waschechte“ Mongolen, die ob der kalten Temperaturen, wie auch so mancher Zaungast, sich hochprozentig von innen erwärmten. Während die Fußballer des TSV Isen als Pinguin-Kolonie auftraten, die sich „eiskalt vor dem Tor“ den Aufstieg sichern wollen, machte sich die Westacher Feuerwehr über ein Malheur der Gemeindearbeiter lustig. Die waren beim Schneeräumen von der Feuerwehr mit Bindemittel verfolgt wurden, da ihr Räumfahrzeug Hydrauliköl verlor.

Mit dabei waren auch die Frauengemeinschaft und das Bauernmarkt-Team, das ihre eigene Diät anpries: „Griagst nix, frisst nix, werst dirlochat!“ Der Isener Pfarrgemeinderat hat sich die bayerische Tradition auf die Fahne geschrieben und forderte mehr Klopf-o-gehen. Mit dem Comeback von ABBA hatte das Faschingskomitee bereits beim Kappenabend die Lacher abgeräumt, beim Umzug jetzt auch mit einem eigenen Musikwagen, der wie alle anderen gemäß der Auflage nur mit Muskelkraft bewegt werden durfte. Zum Glück für alle Anschieber stiegen „Björn und Benny“ ab, wenn sich der Wagen am Anstieg Webergasse befand.

Neben den Vereinen hatten sich viele private Gruppen eingefunden. Den meisten Aufwand hatten die Anwohner der Steinlandstraße betrieben, die ihre Kinder in ein Fred-Feuerstein-Mobil steckten, wo es in den vielen Fellen kuschelig warm war. Auch einige Penner hatten sich eingefunden, die eine Spende erbaten, allerdings ganz selbstlos nur für die Gemeindekasse. Auch der Stammtisch Klement will die Gemeindefinanzen aufbessern und hat mit seinem Parkplatz-Aufsichtspersonal schon mal fleißig „Strafzettel“ verteilte.

Isener Faschingsumzug: Bilder

Im Anschluss ging es zum bunten Faschingstreiben in den Klement-Saal, und so mancher war froh, endlich ein warmes Plätzen gefunden zu haben.

Albert Zimmerer

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