Erweiterung der Bucher Fellnerstraße

Die kleine Lösung ist gestorben

Buch am Buchrain - Für nicht umsetzbar hält auch der Bayerische Gemeindetag die Light-Version bei der Erweiterung der Bucher Fellnerstraße.

Seit längerer Zeit beschäftigt den Gemeinderat Buch am Buchrain der Bebauungsplan „Fellnerstraße-Nord“. Wie in der Dezember-Sitzung bekannt wurde, sollte der Bayerische Gemeindetag eine Stellungnahme zu der im Februar 2015 befürworteten „absoluten Light-Version“ (Variante F) abgeben. Dieser Entwurf umfasst etwa vier Grundstücksparzellen, die direkt an die bestehende Bebauung angrenzen würden. Auch mehrere Anlieger sprachen sich für diese Version noch am Ehesten aus. Allerdings lehnte das Landratsamt die „Light-Version“ ab. Das tat jetzt auch der Bayerische Gemeindetag. Es mangele sowohl an der städtebaulichen Erforderlichkeit als auch an einem städtebaulichen Konzept.

Wählergruppe-Rätin Margit Kunstwadl meinte, dass weder das Landratsamt noch der Bayerische Gemeindetag vor Ort gewesen seien und somit die Fellnerstraße nicht gut genug kennen würden. „Die Antwort ist wischiwaschi. Für mich gibt es nur die Light-Version mit vier Häusern oder gar keine Bebauung“, stellte Kunstwadl klar.

„Die Variante F wirft Probleme auf, die für uns nicht absehbar sind“, sagte Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU). Deswegen sei sie für ihn nicht durchführbar. Enttäuscht zeigte sich der Gemeindechef von der Anliegerversammlung im November, bei der es teilweise hoch herging und Kritik geäußert wurde. „Wenn so ein Abend nicht zum sachlichen Meinungsaustausch genutzt wird, werden wir keine Anliegerversammlungen mehr machen.“

Martin Dondl (WG) erklärte, seit er die verhärteten Fronten bei der Anliegerversammlung gesehen habe, gebe es für ihn nur noch eine Lösung: eine zweite Zufahrt, die von der Gemeindeverbindungsstraße nach Harthofen parallel zum Schmiedberg zur Fellnerstraße verläuft.

Damit läutete Dondl auch gleich zum Antrag der CSU-Räte Axel Krämer und Thomas Steidler über. Diese beantragten, die Flurnummern 124, 123, 122, 115, 120, 119, 117, 118 und eine Teilfläche von 111 in den Flächennutzungsplan mit aufzunehmen und als Bauland auszuweisen. Zusammen ist dies eine große Menge Grund im Südwesten Buchs. „Das wäre eine Zukunftsillusion für die nächsten 30 bis 50 Jahre“, erklärte Krämer. Damit denke er nicht nur an Vorteile für örtliche Geschäfte und junge Erwachsene, die bauen möchten, sondern auch an die geforderte zweite Zufahrt für die Fellnerstraße. Trotzdem sei ein „gesundes, langsames Wachsen“ nötig.

Noch unklar ist, ob die Besitzer der genannten Flurnummern daran interessiert sind, dass ihr Grund im Flächennutzungsplan als Wohnfläche ausgewiesen wird. Bei Enthaltung von Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl (WG) und der Gegenstimme von Martin Kern (SPD) einigte sich das Gremium darauf, von den betroffenen Grundeigentümern Absichtserklärungen einzuholen. Außerdem soll im Februar über das weitere Vorgehen beim Bebauungsplan Fellnerstraße-Nord beraten werden.    mot

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