Fest der internationalen Begegnung: Vom Sudetenland bis Westafrika

Erding - Beim Fest der internationalen Begegnung genossen die Besucher Kunst und Kulinarik aus vielen Ländern. Auch Regengüsse störten die Feier nicht wirklich.

Die Musik, das Miteinander der Kulturen und die Kunst der Improvisation - all das wurde am Samstag beim 38. Fest der internationalen Begegnung zelebriert. Die dritte der genannten Disziplinen beherrschten die Organisatoren mit routinierter Lässigkeit. Mussten sie auch. Denn die gemeinsame Veranstaltung des Landkreises und der Kreismusikschule war von wechselvollem Wetter begleitet. Sollen die Darbietungen drinnen oder draußen stattfinden? Das war die Gretchenfrage. Kurzerhand wurden die Musikdarbietungen vom Theatron ins Schulgebäude verlegt.

Die Tänze fanden dagegen auf der überdachten Bühne im Freien statt. Nachdem ein kurzer, heftiger Schauer auf die vielen Besucher niedergegangen war, schlossen sich die Himmelsschleusen. Sowohl im Biergarten auf dem Musikschulgelände wie auch im Konzertsaal ließen sich die Gäste nieder. Sie nutzten die Gelegenheit, sich vom Bühnengeschehen in ferne Länder tragen zu lassen und durchs von Klängen erfüllte KMS-Haus zu flanieren, um dort das breit gefächerte Kulturangebot zu erleben.

Musikschulleiter Bernd Scheumaier gab gelegentlich organisatorische Hinweise, um die Gäste auf dem Laufenden zu halten. Man hörte afrikanische Rhythmen, passend zum thematischen Schwerpunkt polnische, türkische und griechische Folklore, philippinische Tänze und abwechslungsreiche Konzerte der zahlreichen KMS-Ensembles schufen ein internationales Flair ebenso wie die kulinarischen Genüsse der verschiedenen Kulturkreise in Europa, Afrika und Asien.

Geschichten aus Schlesien und dem Sudetenland, vorgelesen von Vertreterinnen der Landsmannschaften, ein Spieleangebot des Kreisjugendrings und eine Foto-Ausstellung mit Bildern aus Westafrika von Claus Langheinrich gehörten zum Programm.

Tag der internationalen Begegnung in Erding: Bilder

Vizelandrat Jakob Schwimmer wies in seiner kurzen Eröffnungsrede darauf hin, dass im Landkreis Erding 144 Nationen beheimatet seien. Man verzeichne rund 2900 ausländische Mitbürger und 685 Asylsuchende. Schwimmer meinte, dass das internationale Fest der Begegnung „nicht mehr aus dem kulturellen Leben wegzudenken ist“ und betonte: „Nichts verbindet die Menschen mehr als die Musik.“ Diese Verbindung brachte beim fröhlichen Multi-Kulti-Fest die Menschen zusammen. Es herrschte unbeschwerte Feierlaune, wobei hinter den Kulissen ein umsichtiges Team für den reibungslosen Ablauf sorgte.

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