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Cornelia Vogelfänger „Ein gemeinsames Feuerwehrhaus wurde vom Gemeinderat kategorisch abgelehnt“, sagt die Bürgermeisterin.

Feuerwehr-Debatte in Pastetten 

„So kostengünstig und wirtschaftlich wie möglich“

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Nach der Ankündigung eines Bürgerbegehrens zum Feuerwehrhausneubau in Pastetten meldet sich Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU) zu Wort.

Pastetten– Die Debatte ums Feuerwehrhaus in Pastetten geht in die nächste Runde. Nachdem vor einer Woche die Bürger Horst Ippisch und Petra Schwarz angekündigt hatten, ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen zu wollen, ergreift nun Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU) das Wort. Im Namen der Gemeindeverwaltung nimmt sie zu den Aussagen der Initiatoren Stellung.

„Für die Planung von einem neuen Feuerwehrhaus oder zwei neuen Feuerwehrhäusern war ein Raumbedarfskonzept der Feuerwehren Pastetten und Reithofen-Harthofen erforderlich. Dieses wurde dem Gemeinderat von den Feuerwehren vorgestellt und vom Gemeinderat für die Erstellung einer Entwurfsplanung mit Kostenermittlung zur weiteren Finanzierungsplanung genehmigt“, erklärt Vogelfänger.

Vorgabe sei die Erstellung einer Entwurfsplanung für ein Doppelhaus oder alternativ zweier baugleicher Einzelhäuser gewesen. „Ein gemeinsames Feuerwehrhaus wurde vom Gemeinderat kategorisch abgelehnt“, stellt die Rathauschefin klar und ergänzt, dass dies auch ein Ergebnis der durchgeführten Mediation gewesen sei.

Vogelfänger erklärt zudem die Grundlagen für die Erstellung der Entwurfsplanung. Dafür habe man DIN-Vorgaben, Unfallverhütungsvorschriften, Versammlungsstättenverordnung und verschiedene Stellungnahmen von Fachbehörden – konkret von der Regierung von Oberbayern und dem Katastrophenschutz im Landratsamt Erding – zugrunde gelegt.

„Zu beachten war auch ein entsprechendes Erweiterungspotenzial für die Zukunft, um nicht förderschädlich zu handeln. Zudem war Vorgabe, den Schulsportplatz mit Laufbahn für die weitere Nutzung zu erhalten“, sagt Vogelfänger.

Bei der Erstellung der Entwurfsplanung mit dem erforderlichen Flächenbedarf habe sich schnell gezeigt, dass ein Doppelhaus auf dem vorhandenen Gelände neben dem Bauhof nicht Platz habe. Der Gemeinderat habe sich daraufhin für den Bau von zwei neuen Feuerwehrhäusern entschieden.

„Die nunmehr vorgelegte Studie von Gemeinderat und Architekt Andreas Winner für ein gemeinsames Feuerwehrhaus wurde von der Bauverwaltung näher geprüft“, erklärt Vogelfänger. Ihr Fazit: „Nach Beteiligung und Rückmeldung von Fachstellen wie der Regierung von Oberbayern und dem Staatlichen Bauamt Freising sowie unter Berücksichtigung der einzuhaltenden Vorschriften ist festzustellen, dass auch für ein gemeinsames Feuerwehrhaus auf dem vorhandenen Gelände keine ausreichende Fläche zur Verfügung steht, ohne den vorhandenen Schulsportplatz mit Laufbahn zu opfern.“

Bei der Standortanalyse des Ingenieurbüros für Brandschutztechnik IBG habe sich zudem herausgestellt, dass ein weiterer (fünfter) Fahrzeugstellplatz erforderlich wäre, wenn die vorhandenen Feuerwehranhänger – unter anderem der Verkehrssicherungsanhänger – weiter vorgehalten werden sollen und die Fahrzeughalle nicht auf das erforderliche Maß verlängert werden kann.

„Bei einer Feuerwehrhausneuplanung ist der Gemeinde wichtig, die Nutzer, also die Feuerwehr, in die Planung einzubeziehen. Außerdem sollen die erforderlichen Vorschriften und Auflagen der einzelnen Fachstellen berücksichtigt und eingehalten werden“, sagt Vogelfänger.

Abschließend betont sie, dass die Gemeinde bemüht sei, die beiden Häuser „so kostengünstig und wirtschaftlich wie möglich“ umzusetzen, um den abwehrenden Brandschutz und den technischen Hilfsdienst in der Gemeinde auch zukünftig bestmöglich zu gewährleisten.

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