Feuerwehr Hofkirchen: ein neues Fahrzeug muss her

Hofkirchen - Die geplante und dringend benötigte Anschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeugs war das bestimmende Thema auf der Jahreshauptversammlung der Hofkirchener Feuerwehr.

Kommandant Stefan Tremmel gab zu Bedenken, dass im Sommer der TÜV beim 25 Jahre alten Fahrzeug ablaufe. Eine Beschaffung des neuen Fahrzeugs bis zu diesem Zeitpunkt sei aber zu kurzfristig. Man sei aber auf der Suche nach einer Lösung.

In seiner Jahresbilanz berichtete Tremmel von insgesamt 15 Einsätzen. Diese untergliederten sich in sechs Brandeinsätze, vier technische Hilfeleistungen, vier Sicherheitswachen sowie einen Fehlalarm. Dafür wendete man 681 Stunden auf. Zum Jahresende hätten die Wehr drei Aktive verlassen, so zähle man aktuell 52 aktive Feuerwehrmänner, darunter 14 Atemschutzträger. Übungen führte man im abgelaufenen Jahr zwölf durch. Insgesamt beanspruchten diese 420 Stunden. Mit der Leistungsprüfung habe die Gesamtstundenzahl der Aktiven rund 1400 Stunden betragen. Tremmel betonte, dass dabei aber noch keine Lehrgänge, Schulungen oder die Zeit für die Gerätepflege eingerechnet seien.

Größte Anschaffung der Hofkirchener war die neue „Chiemsee-Pumpe“. Die Notwendigkeit habe ein Einsatz beim Auspumpen eines Kellers gezeigt, wo die Feuerwehr mehr mit der Reinigung des Pumpensiebs, als mit dem Auspumpen an sich beschäftigt gewesen sei. Mit der neuen Pumpe sei das nicht mehr notwendig. Mit der Beschaffung eines Defibrillators sei außerdem ein „lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen“, sagte Tremmel.

Gewirtschaftet wurde bei der Hofkirchener Feuerwehr im abgelaufenen Jahr gut, auch wenn die neue Pumpe teuer war. Der Anfangskontostand betrug laut Kassier Konrad Waxenberger 6655 Euro. Bei Ausgaben in Höhe von 4607 Euro, erzielte man Einnahmen in Höhe 7085 Euro. Somit stieg der Kassenstand um 2784 auf 9143 Euro.

Für den lustigen Teil des Abends sorgte wieder Chronist Andreas Mairoth in seinem wie immer nicht ganz ernst gemeinten Jahresrückblick. So dürften das Jubiläumsfest des Theatervereins wohl „zwei Kameraden nie vergessen“. „Nach einer Alkoholvernichtungsaktion der beiden“ sei einer von seiner Mutter für die anstehenden Stallarbeiten aus dem Schlaf gerissen worden. „Nach Aussage einer Zeugin“ habe er zwischen den Kühen „einen gar sonderbaren Tanz aufgeführt, bei dem auch teilweise der Hosenboden zum Einsatz kam“. Der andere sei wach geworden, „weils so stad war“. Er sei beobachtet worden, wie er beim Nachhauseweg zwischen Permering und Babing einige Straßenbegrenzungspfosten zum Festhalten benötigt habe.

Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter lobte in seinem Grußwort die Wehr in höchsten Tönen: „Das ist perfekt, was Ihr macht“. Er bedankte sich bei den Mitgliedern, dass diese ihre Zeit für die Allgemeinheit opferten. Den Chefs bescheinigte er eine „sehr gute Arbeit“, was sich auch in den Einsätzen und den Leistungsprüfungen zeige. Richard Obermaier von der Kreisbrandinspektion stimmte dem Bürgermeister zu. Die Hofkirchener hätten im vergangenen Jahr eine „Wahnsinns-Leistung“ abgeliefert. In Hofkirchen sei die Welt noch in Ordnung. Das gelte nicht für alle Wehren. Er warb, um die Tagesalarmsicherheit zu wahren, auch um Doppelmitgliedschaften. Bei den Leistungsprüfungen der Hofkirchener dabei zu sein, mache ihm „Spaß, weil man weiß, dass es passt“. Obermaier sagte: „Gute Leute kommen aus einer guten Feuerwehr. Qualität kommt aus Hofkirchen“.

Tobi Fischbeck

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