Klein aber fein: Noch reicht die Größe des Gerätehauses aus, aber dann nicht mehr, wenn die A 94 fertig ist. F.: prä

Feuerwehr St. Wolfgang: Aufgaben größer, Haus zu klein

St. Wolfgang - Das alte Gerätehaus der Stützpunktfeuerwehr (FF) St. Wolfgang ist zu klein geworden. Muss die Wehr dann auch auf die A 94 ausrücken, sind weitere Gerätschaften und wohl auch ein leistungsfähigeres Einsatzfahrzeug nötig.

Probleme hat die Wehr schon jetzt, denn im Gerätehaus mit drei Ausfahrten stehen die Einsatzfahrzeuge (Löschgruppenfahrzeug, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, Mehrzweckfahrzeug) inzwischen dicht gedrängt. Ein Fahrzeug muss wegen der Raumnot sogar hinter dem First Responder-Auto geparkt werden.

Die Feuerwehr hat daher einen Antrag auf eine zusätzliche Ausfahrt gestellt. Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) berichtete im Gemeinderat von den Platzproblemen. Das Gerätehaus ist inzwischen über 30 Jahre alt, wie auch das Löschgruppenfahrzeug. Ein „Ausbau, Umbau oder Neubau“ sowie eine Ersatzbeschaffung für das Löschgruppenfahrzeugs würden nötig, sagte Gaigl.

Es sei auch durch Umstrukturieren im Gerätehaus nicht mehr möglich, Freiräume zu schaffen, berichtete Kommandant Florian Axenböck. Das Ausrücken im Notfall sei inzwischen „nicht ganz ungefährlich“. Das habe auch die Kreisbrandinspektion „schon öfters“ bemängelt. Die nächsten Jahre könne man mit der Situation noch leben. Bis zur geplanten Eröffnung der A 94 sollte baulich etwas passiert sein. Die Lage jetzt im Ort sei grundsätzlich „nicht schlecht“. Für eine Erweiterung seien da aber keine Flächen und man brauche neben mehr Platz im Gerätehaus wegen der Mannschaftsstärke auch rund 30 Parkplätze. Es sei „noch nicht akut“, erklärte Axenböck, wenn aber die Wehr 2018/19 einen Verkehrssicherheitsanhänger wegen der A 94 bekomme, „haben wir definitiv ein Problem“.

Unklar sei noch welches Einsatzfahrzeug die Wehr dann brauche. Die Kosten für ein größeres Auto lägen im Bereich von mehreren Hunderttausend Euro.

Dass Handlungsbedarf besteht, darüber war sich der Gemeinderat einig. In das alte Gerätehaus soll nicht mehr investiert, sondern neues gebaut werden. Einig war man sich auch, dass heutzutage die schmale Zufahrt für die Feuerwehr beim Ausrücken nicht mehr ideal sei. Die Zufahrt teile man sich inzwischen mit dem Kindergarten in der Nachbarschaft, und bei Veranstaltungen in der Goldachhalle wird nicht selten „wild“ geparkt.

Weil auch die Standortfrage zur Sprache kam, sagte Verwaltungsleiter Christian Miksch, selbst Feuerwehrmann, die Lage mitten im Ort sei nicht schlecht. Viele Aktive rückten im Ernstfall zu Fuß oder mit dem Radl an. Außerhalb müssten die Leute mit dem Auto anfahren, was auch ein Zeitfaktor sei.

„Es geht Richtung Gerätehausneubau“, fasste Gaigl zusammen. Ein konkreter Beschuss wurde aber nicht gefasst. Der Standort sollte möglichst nahe der B 15 und wegen der A 94 nördlich von St. Wolfgang sein. Ein Lösung soll im Zuge der kürzlich aufgenommen Feuerwehrbedarfsplanung gefunden werden.

Hermann Weingartner

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