Silvesterknallerei

Tipps, damit Feuerwerk nur Freude bereitet

Landkreis - Das Feuerwerk gehört nun mal zum Jahreswechsel. Doch Raketen & Co. bergen auch Gefahren in sich.

Damit die farbenfrohen Feuerwerke sich nicht plötzlich zu einer Gefahr für Mensch und Umwelt entwickeln, sollten einige Regeln beachtet werden, merkt die Bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf an. „Silvester soll ohne Schreckensbilanz bleiben. So glanzvoll und faszinierend das Feuerwerk funkelt und kracht – man sollte die explosive Wirkung der Knallkörper nicht unterschätzen. Es sollten nur Feuerwerkskörper gekauft und verwendet werden, die unbeschädigt und geprüft sind“, so Scharf.
Zugelassene Feuerwerkskörper sind an dem aufgedruckten CE-Zeichen beziehungsweise dem Zulassungszeichen „BAM“ zu erkennen. Billigfeuerwerke, die meist illegal aus dem Ausland eingeführt werden, etwa aus Polen oder Tschechien, bergen hingegen unkalkulierbare Risiken. Sie können eine bis zu 50 Mal größere Sprengwirkung als zugelassene Waren haben, so Scharf.
Feuerwerkskörper explodieren in weniger als zwei Meter Nähe mit einer Lautstärke von bis zu 160 Dezibel. Dieser Wert entspricht in etwa dem eines Presslufthammers oder eines startenden Düsenjets. Ein einziger Kracher kann bereits Hörschäden verursachen.
Die wichtigsten Regeln sind:
•Nie versuchen, Feuerwerk selbst zu basteln. •Feuerwerkskörper nach dem Anzünden nicht in der Hand abbrennen lassen, sondern sofort wegwerfen. •Böller nicht auf andere Personen oder in eine Menschenmenge werfen.
•Blindgänger nie ein zweites Mal zünden.
•Raketen senkrecht abschießen und auf genügend Abstand achten.
•In der Nähe von Krankenhäusern oder Altenheimen sind Feuerwerke tabu.
Silvester bedeutet für die Mitarbeiter der Retungsdienste regelmäßig Hochbetrieb. „Alljährlich erleiden in der letzten Nacht des Jahres viele Menschen Verbrennungen, Augenverletzungen oder Gehörschäden, weil leichtsinnig oder unter Alkoholeinfluss unsachgemäß mit Feuerwerkskörpern hantiert wird“, heißt es in einer Mitteilung der Johanniter. Augenverletzungen werden oft durch einen zu geringen Sicherheitsabstand verursacht. „Wenn Fremdkörper ins Auge geraten, sollten Laien diese nicht selbst entfernen. Stattdessen muss die verletzte Person sofort in eine Notaufnahme gebracht oder der Rettungsdienst alarmiert werden.“ Als erste Maßnahmen vor Ort sollten das betroffene Auge mit einer keimfreien Wundauflage bedeckt und dann beide Augen vorsichtig mit einem Tuch verbunden werden.
Jedes Jahr aufs Neue gehen in der Notrufzentrale der Tierschutzorganisation Tasso vermehrt Vermisstenmeldungen ein: Verzweifelt schildern Hunde- und Katzenhalter, wie ihre Lieblinge inmitten der Feuerwerke Reißaus genommen haben und nun unauffindbar sind. „Was für viele von uns ein aufregendes Erlebnis ist, ist für Haustiere der reinste Stress“, so ein Sprecher der Organisation. Wer seinen Vierbeiner vor unnötigem Stress schützen möchte, hat laut Tasso mehrere Möglichkeiten:
•Schließen Sie Fenster und Türen, und lassen Sie die Rollläden herunter.
•Bleiben Sie bei Ihrem Tier.
•Nehmen Sie ihm nicht die Möglichkeit des Hörens. Die Ohren zuhalten oder gar verstopfen führt dazu, dass es sich nur noch mehr aufregt.

ml

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