Finanzspritze für S-Bahn-Stammstrecke: Landrat skeptisch

Erding - Die Staatsregierung will nach dem Veto von Ministerpräsident Horst Seehofer die zweite S-Bahn-Röhre durch München nun doch vorantreiben. Um die vielen Millionen zusammenzubekommen, sollen sich die Landkreise finanziell beteiligen.

Dem Kabinett schwebt eine Vorfinanzierung durch die Landkreise im Speckgürtel Münchens vor. Landrat Martin Bayerstorfer will eine Beteiligung „nicht von vornherein“ ausschließen. Er sieht aber „viele Fragezeichen und Unwägbarkeiten“. Die Skepsis überwiege. Allenfalls könne es um ein Darlehen gehen.

„Aber das Rechtliche ist bislang ebenso wenig geklärt wie die Höhe der Summe.“ Die im Raum stehenden mehr als 300 Millionen Euro für die MVV-Verbundlandkreise „sind jedenfalls zu viel“. Bayerstorfer fragt sich grundsätzlich: „Ist ein Engagement über den MVV hinaus überhaupt Landkreisaufabe? Ich glaube eher nicht.“ Denn am MVV sei man beteiligt, an der S-Bahn als Tochter der Deutschen Bahn hingegen nicht.

FDP-Kreisrat Peter Utz spricht sich hingegen für eine Vorfinanzierung aus. „Von der zweiten Stammstrecke profitieren auch die Menschen in unserem Landkreis, die tagtäglich nach München pendeln“, so der Steinkirchener in einer Presseerklärung. Er sieht die zweite Röhre als „unverzichtbar für einen zukunftsfähigen Schienenpersonennahverkehr“. Andernfalls drohe der Kollaps. Die höhere Kapazität durch den Ausbau sei wichtig für Walpertskirchener Spange und S-Bahn-Ringschluss. (Hans Moritz)

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