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Bald sprudelt’s wieder im Jagdhaus: Den im Erdreich versunkenen Brunnen von Maxlruh hat der Kulturverein restauriert – maßgeblich Beteiligte sind (v. l.) Brauchtumspfleger Max Lehmer, Kulturbeauftragte Marianne Lehmer und Bürgermeister Max Kressirer.

Kulturverein Jagdhaus Maxlruh

Der alte Springbrunnen sprudelt wieder

Eicherloh – Einst war er fast versunken, jetzt sprudelt der mehr als 120 Jahre alte Brunnen im Eicherloher Park wieder. In 600 Arbeitsstunden hat ihn der Kulturverein Jagdhaus Maxlruh restauriert. Am Sonntag wird der Brunnen mit einem Festakt eingeweiht.

Der unermüdliche und geschichtsbewusste Kulturverein Jagdhaus Maxlruh hat vor gut zehn Jahren das historisch bedeutsame Gebäude, inmitten einer idyllischen Parklandschaft gelegen, mit viel Eigenleistung renoviert. Möglich war das nur dank eines engagierten Helferteams. Jetzt restaurierte man in rund 600 Arbeitsstunden den mehr als 120 Jahre alten, im Boden fast versunkenen Brunnen. Am Sonntag, 4. September, wird er in einem Festakt eingeweiht (siehe Kasten).

Max Kressirer, Vorsitzender des Kulturvereins und Bürgermeister der Gemeinde Finsing, sowie Marianne und Max Lehmer berichteten als Säulen des Vereins im Pressegespräch von den Sanierungsarbeiten. Vom Brunnen war durch das aufgeschüttete Erdreich nur noch der Rand zu sehen. Bisher war dieser Bereich mit Blumen bepflanzt worden. Jetzt machten sich Kressirer und Max Lehmer daran, den in eine Pflanzschale verwandelten Springbrunnen ein Stück weit in Handarbeit freizulegen.

Dann wurden mit Hilfe von Maschinen etwa 100 Kubikmeter Erde und Humus vorsichtig abgetragen. Schließlich trat eine schlichte, filigrane Brunnenanlage zutage, die fachmännisch hergerichtet wurde. Früher war der Brunnen mit einer Schwerkraftanlage samt Windrad vom Nachbarhaus aus betrieben worden. Jetzt hat man eine unsichtbare, zeitgemäße Technik verlegt, um den Brunnen in klassisch schönen Kaskaden sprudeln zu lassen. Dank integrierter Beleuchtung können die Besucher abends ein zauberhaftes Wasserschauspiel erleben.

Das erhöhte Gebäude, das repräsentative Eingangstor und der elegante Brunnen waren einst nach optisch wohl überlegten Gesichtspunkten situiert worden. Nun bilden die drei Elemente wieder eine harmonische Einheit. Kulturbeauftragte Marianne Lehmer wünscht sich, dass der Brunnen zum „Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft“ wird.

Das Jagdhaus Maxlruh ist ein geschichtsträchtiges Kleinod in Eicherloh. Von Max Bullinger im Jahre 1882 erbaut, war es um die Jahrhundertwende Schauplatz und Mittelpunkt eines glanzvollen Jagdgeschehens. Auch Münchner Künstler wie der Maler Friedrich August von Kaulbach oder der Schriftsteller Ludwig Ganghofer waren hier zu Gast. Der Kulturverein, der im vorigen Jahr sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat, hält mit Veranstaltungen die Tradition des Jagdhauses Maxlruh lebendig und bindet dabei die örtlichen Vereine ein.

von Vroni Vogel

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