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Gut besucht war die Wahlveranstaltung der Wählergruppe Eicherloh-Finsingermoos (WGE) mit Bürgermeister(kandidat) Max Kressirer (stehend). 

Wählergruppe Eicherloh-Finsingermoos (WGE) stellt Programm vor

Bürgermeisterwahl in Finsing: Kressirer will mit seiner Erfahrung punkten

Max Kressirer will Bürgermeister von Finsing bleiben. Jetzt stellte die Wählergruppe Eicherloh-Finsingermoos (WGE) ihr Wahlprogramm vor.

Eicherloh – In zwölf Jahren im Gemeinderat, sechs Jahren als Vize und zwölf Jahren als Bürgermeister von Finsing hat Max Kressirer Vieles erlebt. Die Freude am Engagement für seine Heimatgemeinde hat er dabei nicht verloren. Deshalb will er eine weitere Legislaturperiode dranhängen, wie er in der Wahlveranstaltung Wählergruppe Eicherloh-Finsingermoos (WGE) im Gasthaus Faltermaier erklärte.

Regenwasserkanal: „Liegt uns am Herzen, Spannung aus dem Thema zu nehmen“

Die Regenwasserkanalisation Finsing war in den vergangenen Monaten immer wieder Thema. Kressirer musste da viel Kritik einstecken. In der Wahlveranstaltung betonte Kandidatin Regina Haßelbeck, dass man dabei die Suche nach einer verträglichen Lösung weiterverfolgen wolle. „Momentan können wir noch keine konkrete Alternative anbieten, es liegt uns aber am Herzen, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten und Spannung aus dem Thema herauszunehmen.“

„Da kann man nicht nur den Max angreifen“

Auch Kandidatin Martina Kollmannsberger betonte, dass konkrete Vorschläge aller Fraktionen fehlten. „Da kann man nicht nur den Max angreifen“, mahnte sie, nachdem die mit einigen Mitgliedern vertretene Interessengemeinschaft Regenwasser die nötige Transparenz im Umgang mit der Thematik und Kressirers Einreichen des zuletzt gefassten Beschlusses bei der Rechtsaufsicht kritisiert hatte. Den Vertretern zufolge sind bislang keinerlei Berechnungen völlig transparent vorgelegt worden. Zudem habe man den Eindruck, dass andere Ideen als die als rechtskonform eingestufte Ein-Drittel-Lösung nicht akzeptiert würden.

Kressirer: Nichts gegen andere Vorschläge, „wenn sie im rechtlichen Rahmen sind“

Kressirer rechtfertigte sich erneut damit, dass er als Bürgermeister dazu verpflichtet gewesen sei, den Beschluss bei der Rechtsbehörde zu melden. Zudem werde er sich anderen Vorschlägen nicht in den Weg stellen, „wenn diese im rechtlichen Rahmen sind“. Nach hitziger Diskussion zog Kandidat Otto Ilse einen Schlussstrich: Man werde an einem einzigen Abend zu keiner Lösung kommen.

Zuvor hatte Kressirer erklärt: „Bürgermeister zu sein geht nur mit ganzer Kraft.“ Er versprach, sich auch in einer dritten Amtszeit „mit großer Freude“ weiterhin für die Bürger einzubringen. Das möchte er mit einem starken Team seiner Wählergruppe tun, deren Gemeinderatskandidaten bei der Veranstaltung für ihre Ziele warben.

Maßvolles Wachstum, Wohnen zum fairen Preis, Glasfaserausbau flächendeckend

Auf der Agenda stehen unter anderem maßvolles Wachstum der Gemeinde, Bauland für Einheimische, Wohnen zum fairen Preis, die Sanierung des Bürgerhauses Eicherloh, die Sicherung der eigenen Wasserversorgung, der Hochwasserschutz für Neufinsing und flächendeckender Glasfaserausbau.

Der 55-jährige Kressirer blickte zudem auf das Jahr 2002 zurück, als er den Wahlkampf gegen den damaligen Amtsinhaber Heinrich Krzizok verloren hatte. Für Kressirer war diese Niederlage eine sinnvolle Erfahrung: „Man ist viel mit den Leuten ins Gespräch gekommen und hat immer mehr mitbekommen, wo der Schuh drückt.“

Kressirer: Mit Hilfe der Bürger neue Ideen entwickeln und umsetzen

Als sich der dreifache Vater 2008 mit drei weiteren Kandidaten erneut um das Amt beworben hatte, prägte vor allem das Thema Ortsmitte Neufinsing den Wahlkampf. „Der Ortskern – eine harte Nuss“, hieß es damals, so Kressirer. Nach der Amtsübernahme, dem Bau des Pflegeheims und des seniorengerechten Wohnens habe im Wahlkampf 2014 die nächste Herausforderung gewartet: Die Diskussionen um die Entstehung des Netto-Markts im Neufinsinger Ortskern forderten einiges an Arbeit.

Mittlerweile ist das Projekt Ortsmitte fast abgeschlossen – mit Pflegeheim, Netto-Markt sowie bald einem Bereich mit Gesundheitshaus und Ladenbereich. Sein Ziel, mit Hilfe der Bürger neue Ideen zu entwickeln und diese so umzusetzen, dass das Leben und Arbeiten in der Gemeinde auch in Zukunft attraktiv bleibt, habe er erreicht, so Kressirer.

Julia Adam

Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis Erding, haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Alle weiteren Hintergrundberichte finden Sie auch auf unserer Themenseite für die Kommunalwahlen im Landkreis Erding.

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