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Der Nachwuchs fühlt sich wohl in Finsing

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Von: Veronika Macht

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Die Ergebnisse der Kinder- und Jugendumfrage stellten die Jugendreferentinnen Andrea Struck (Grüne, l.) und Julia Manu (CSU) vor.
Die Ergebnisse der Kinder- und Jugendumfrage stellten die Jugendreferentinnen Andrea Struck (Grüne, l.) und Julia Manu (CSU) vor. © Grüne/CSU

Wie geht es den Kindern und Jugendlichen in Zeiten der Pandemie? Wie zufrieden sind sie mit dem Angebot für den Nachwuchs in der Gemeinde? Und welche konkreten Wünsche haben sie? Diesen Fragen sind Finsings Jugendreferentinnen Andrea Struck (Grüne) und Julia Manu (CSU) in einer Umfrage nachgegangen.

Finsing – Wie geht es den Kindern und Jugendlichen in Zeiten der Pandemie? Wie zufrieden sind sie mit dem Angebot für den Nachwuchs in der Gemeinde? Und welche konkreten Wünsche haben sie? Diesen Fragen sind Finsings Jugendreferentinnen Andrea Struck (Grüne) und Julia Manu (CSU) in einer Umfrage nachgegangen. Die Ergebnisse stellten sie nun im Gemeinderat vor.

Keine Freunde treffen, kein Sport im Verein, Unterricht nur via Internet: „Die Kinder saßen im Lockdown daheim und waren abgeschnitten von allen Kontakten. Ihr normales Leben, wie sie es kannten, war weg“, blickte Manu darauf zurück, wie die Idee zur Umfrage entstanden ist: „Wir haben uns überlegt, wie man den Kontakt wieder herstellen kann.“ Online und anonym konnten die jungen Leute mitmachen mit dem Ziel, sie untereinander und mit der Gemeinde zu vernetzen sowie ihre Wünsche und Bedürfnisse abzufragen. Mitmachen konnte man von den Pfingstferien bis zum Ende der Sommerferien.

Wie geht es dem Nachwuchs? „Sie fühlen sich wohl in unserer Gemeinde“

Gleich in der ersten Frage wollten die Referentinnen wissen: „Wie geht’s dir gerade?“ Die Antworten seien erfreulich gewesen: „Es geht ihnen eigentlich ganz gut. Das ist eine schöne Nachricht für uns, sie fühlen sich wohl in unserer Gemeinde“, so Manu.

Das Angebot für Kinder und Jugendliche in Finsing wurde etwas schlechter bewertet – mit drei von fünf Sternen. „Der Alltag der Kinder und Jugendlichen ist lebenswert, kann aber noch verbessert werden“, lautet das Fazit der Referentinnen.

Wie das konkret aussehen könnte, wollten sie ebenfalls wissen: Am Ende der Umfrage konnte man Wünsche und Anregungen loswerden. „Da kam sehr viel Schönes. Zum Beispiel wünscht sich jemand, ,dass wir uns alle vertragen‘.“ Mehrfach genannt wurden hier auch ein Skaterpark, Rampen, eine Bikestrecke, Fahrradwege etwa von Eicherloh nach Neufinsing, ein Jugendcafé, die Nutzung des Volleyballfelds an der Schule oder auch Natur- und Bauspielplätze.

Darüber hinaus wünscht sicht der Nachwuchs Ferien- und Freizeitaktivitäten, Veranstaltungen, Kurse und Projekte vor Ort sowie offene Treffs im Jugendraum. Sich virtuell treffen will übrigens kaum ein Teilnehmer – „sie bevorzugen den direkten Austausch und Treffen in Präsenz. Unsere Kinder und Jugendlichen sind also nicht nur digital unterwegs“, freute sich Manu.

Beliebte Treffpunkte: Spielplätze und Vereine

Abgefragt wurde auch, wo sich der Nachwuchs in Nicht-Pandemie-Zeiten trifft. Bevorzugt wird das eigene Zuhause oder das von Freunden (105), viele nutzen aber auch die Spielplätze (41) und Vereine (34). „Das sagt uns, dass unsere Vereine eine ganz großartige Arbeit machen“, so Manu. Lediglich außerhalb der Vereine würde es für Jugendliche an Treffpunkten mangeln.

Die Jugendräume in Neufinsing, Finsing und Eicherloh „sind noch nicht so bekannt“. 74 Teilnehmer haben angegeben, sie nicht zu kennen. Manu gab aber zu bedenken, dass etliche davon noch zu jung seien, um schon einmal einen Jugendraum besucht zu haben. „Und es war jetzt wegen der Pandemie relativ lange Zeit auch alles zu, deshalb ist das nicht verwunderlich. Es heißt aber für uns, wir müssen was tun, damit die Räume wieder bekannter werden.“

Hier sei man in engem Austausch mit den Jugendleiterinnen und -leitern, erklärte Struck. „Wir haben vereinbart, zunächst langsam zu starten und einmal im Monat zu öffnen. Wenn es läuft, dann öfter.“ Anfangs wollen die Referentinnen noch begleitend zur Seite stehen, „aber wir suchen noch weitere Jugendliche ab 18 Jahren als Jugendleiter“.

Insgesamt haben 117 Kinder und Jugendliche mitgemacht

Für die Referentinnen war die Umfrage „ein erster Startschuss“. Man habe Kontakte hergestellt und wolle nun dranbleiben. Dafür plädierte auch Michael Suhre (WGN), der ebenso wie Dieter Heilmair (CSU) den Referenten ein großes Kompliment für ihr Engagement aussprach. Suhre regte an, das Thema in den Ausschuss für Familie, Kultur und Soziales zu tragen: „Das hat jetzt gerade einen Drive, den sollten wir nutzen“, sagte er und erntete keinen Widerspruch.

An der Umfrage haben sich insgesamt 117 Kinder und Jugendliche beteiligt – aus Neufinsing (75), Finsing (29) und Eicherloh (13), Mädchen wie Buben etwa gleich oft. 59 Teilnehmer sind zwischen 12 und 25 Jahre alt, 52 zwischen vier und elf Jahre. Vereinzelt haben auch Erwachsene im Namen ihrer Kinder geantwortet.

vam

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