Fahrradfahrer fahren auf einem Radweg
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Die Situation für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Radfahrer oder Fußgänger so sicher wie möglich zu gestalten - das ist ein Ziel des geforderten Mobilitätskonzepts (Symbolbild).

SPD und Grüne Finsing plädieren für Mobilitätskonzept

„Dran bleiben“ bei der Verkehrswende

Eine Verkehrswende herbeiführen und ein Mobilitätskonzept entwickeln - das wollen Grüne und SPD in Finsing erreichen.

Finsing – Noch in der vorigen Wahlperiode hatten SPD und Grüne in Finsing sich zusammengetan und einen Antrag gestellt, in dem das Herbeiführen einer Verkehrswende in Finsing und die Entwicklung eines Mobilitätskonzepts gefordert werden. Beschäftigt hat sich damit jetzt der Ausschuss für Verkehrs, Umwelt und Energie. Konkrete Beschlüsse wurden jedoch noch nicht gefasst.

Bernhard Faschinger (Bündnis 90/Die Grünen), der stellvertretend für Ausschussmitglied Andrea Struck an der Sitzung teilnahm, nutzte die Gelegenheit, um Sinn und Zweck des Antrags noch einmal wiederzugeben. Ihm sei durchaus bewusst, dass sich „einige angesichts des großen Umfangs des Antrags eher überfordert“ gefühlt hätten. Es sei jedoch wichtig zu betonen, dass nicht jeder der zahlreichen Vorschläge „mit Gewalt“ sofort umgesetzt werden müsse. Vielmehr handle es sich um ein Arbeitspapier, mit dem man Schritt für Schritt vorankommen wolle.

Arbeitspapier von Grünen und SPD als Grundlage für ein Konzept

„Die Vorschläge sollten als Grundlage, als erste Idee verstanden werden“, so Faschinger. Ziel sei es vor allem, die Situation für schwächere Verkehrsteilnehmer im Gemeindegebiet, egal ob Kinder, Radfahrer oder Fußgänger, so sicher wie möglich zu gestalten. „Dran bleiben“ laute hier die Devise, wie Faschinger an seine Kollegen appellierte.

Zwar war den Gemeinderäten in der jüngsten Klausurtagung bereits hinsichtlich einiger in dem Antrag formulierter Wünsche deutlich gemacht worden, dass diese nicht oder nur schwer umsetzbar seien; aufgeben wollen die Vertreter der beiden Ortsverbände ihren Entwurf jedoch keinesfalls. „Meiner Ansicht nach macht es keinen Sinn, jetzt mit einem Fleckerlteppich zu beginnen und hier und da mal etwas zu erledigen“, erklärte Faschinger in der Sitzung.

Er plädierte dafür, die Erstellung eines Mobilitätskonzepts für die Gemeinde in Auftrag zu geben. „Das von uns erstellte Arbeitspapier wäre dafür sicherlich keine schlechte Grundlage, und man würde aktuell eine Förderung von 70 Prozent erhalten“, so Faschinger. Die 30 Prozent, die nach Abzug der Fördergelder übrig bleiben würden, „sollten es uns schon Wert sein“. So werde fundiert erarbeitet, welche Maßnahmen in der Gesamtheit Sinn machen würden.

Ludwig Lex (FWF) betonte, dass erst klargestellt werden müsse, mit welchen Kosten zu rechnen ist und was inhaltlich in einem solchen Konzept bearbeitet wird. Die Verwaltung wurde deshalb beauftragt, sich erneut mit der Thematik zu beschäftigen und sich über mögliche Kosten zu informieren. Darüber diskutiert werden soll dann erneut in einer Gemeinderatssitzung.

Julia Adam

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