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Vom US-Schlitten bis zum historischen Feuerwehrauto: Beim 6. Oldtimertreffen in Eicherloh hat jeder Technikfreund seine Lieblinge bewundern können.

Besucher der Feuerwehr lassen sich vom Regen nicht abschrecken

US-Straßenkreuzer und Wirtschaftswunder-Käfer beim Oldtimertreffen in Eicherloh

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Regen? Für echte Oldtimer-Fans kein Grund, daheim zu bleiben. Das 6. Oldtimertreffen der Feuerwehr Eicherloh war trotzdem gut besucht.

Eicherloh – „Da hat uns das Wetter einen ganz schön dicken Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Dieter Rath, Vorsitzender der Feuerwehr Eicherloh. „Wir sind aber trotzdem hochzufrieden und freuen uns, wie viele Gäste dennoch kamen.“ Am Feiertag begann es gegen 13 Uhr zu regen, und die Himmelsdusche war streckenweise so stark, dass sich jeder ein Plätzchen zum Unterstellen suchte.

Bereits zum sechsten Mal hatten die Eicherloher Feuerwehrler ihr Fest mit Oldtimertreffen veranstaltet. Der Wetterbericht hatte den anreisenden Oldtimerfreunden nur wenig Angst gemacht. Sie kamen in Scharen. Dabei war alles, was rollen konnte. Angefangen bei Zweirad-Raritäten wie Mopeds und Motorräder – darunter eine MZ ES im NVA-Look aus der DDR – über Ackerschlepper bis hin zu historischen Feuerwehrautos. 

Ausufernde US-Straßenkreuzer stehen einträchtig neben Wirtschaftswunder-Käfern

Auch Kameraden aus Pastetten unternahmen mit ihrem gepflegten Lösch-Oldtimer einen Ausflug. Schön war die Farben- und Modellvielfalt bei den angereisten Oldie-Pkw, hier standen ausufernde US-Straßenkreuzer aus der „Sprit-kostet-fast-nichts“-Ära einträchtig neben Wirtschaftswunder-Käfern und Käfer-Cabriolets. Die, das muss man allerdings fairerweise sagen, waren noch nie besonders günstig zu haben und haben heute ihren Neupreis verdoppelt bis verdreifacht.

Auch die frühere Art des Reisens konnte bewundert werden, etwa mit einem VW T2 „Enzianbus“ oder einem Trabant Universal (so hieß der Kombi) mit einem dazu passenden Wohnanhänger namens QEK Junior. „Wenn es mit dem Regen schlimmer wird, können wir ja drin übernachten“, scherzte Andi Hahn, der Besitzer des Gespanns. Sein Clubkollege vom Bayerischen Trabant-Club, Armin Wecks, war wieder mit seinem Trabant-Cabrio-Umbau mit rot-gelbem Farbverlauf gekommen. Das Auto bildete optisch einen fröhlichen Kontrast zum grauen Himmel und habe kürzlich erst einen sechsten Preis bekommen, erzählte Wecks, der sich schon wieder auf die nächsten Oldie-Treffen vorbereitet.

Pflügen mit  historischem Gefährt und ebenso altem Gerät

Der Regen störte ihn nicht – Trabifahrer sind eben die Härtesten. In dieser Rolle haben aber die Bulldog-Fahrer die Nase genauso weit vorn. In Eicherloh konnten sie nämlich mit historischem Gefährt und ebenso altem Gerät für die Bodenbearbeitung ein abgeerntetes Feld pflügen. „Das gibt’s bei uns nur alle zwei Jahre“, so Rath. Die Gaudi, dass ein Pflug mit Muskelkraft über das Feld gezogen wird, musste hingegen ausfallen. „Leider mussten wir es wieder absagen, es haben sich zu wenig Leute angemeldet“, bedauerte Rath. 2017 hatte man immerhin sechs Teams zusammenbekommen. 

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