Soll energetisch saniert und barrierefrei werden: das Bürgerhaus Eicherloh.
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Soll energetisch saniert und barrierefrei werden: das Bürgerhaus Eicherloh. 

Zur Debatte stehen ein Um- oder Neubau

Bürgerhaus Eicherloh soll barrierefrei und energetisch saniert werden

Energetisch saniert und barrierefrei soll das Eicherloher Bürgerhaus der Zukunft sein. Erstmals wurde im Gemeinderat Finsing über die bauliche Umsetzung gesprochen. Zur Debatte stehen ein Umbau mit kleinem Anbau oder gleich ein Neubau.

Finsing – Die energetische Sanierung des Bürgerhauses im Ortsteil Eicherloh hat sich die Gemeinde Finsing schon lange vorgenommen. 2014 wurde das Projekt erstmals erwähnt und in die Finanzplanung aufgenommen, wegen anderer Großprojekte aber immer wieder nach hinten geschoben.

Das Gebäude blickt schon auf eine lange Historie zurück. 1934 entstand der erste Teil, 1964 wurde der Grundstein für die heutigen Flächen der Schützen, Jugend- oder Mutter-Kind-Raum gelegt. Mitte der 80er Jahre entstand im direkten Anbau das Feuerwehrhaus sowie Ende der 90er Jahre die Fläche für einen Waschraum. Das Bürgerhaus hat somit drei Ebenen mit Untergeschoss.

Planungsgruppe Heilmaier hat zwei Entwürfe angefertigt

Die vielen Anbauten über die Jahrzehnte haben zur Folge, dass es im Bürgerhaus viele verschiedene Erhöhungen und Ebenen gibt, erläuterte Bürgermeister Max Kressirer (WGE). Schon vor einem Jahr beantragte Gemeinderat Lorenz Söhl (WGE), die Neugestaltung in Angriff zu nehmen und sich auch zur Barrierefreiheit Gedanken zu machen. Dazu hat die Planungsgruppe Heilmaier zwei Entwürfe angefertigt. Auch für das Gremium waren diese Inhalte neu. Überhaupt wurde zum allerersten Mal konkret über das Thema gesprochen.

Variante 1 umfasst einen Anbau mit Treppenhaus und Aufzug

In der erste Variante bleibt das Gebäude grundsätzlich bestehen. Beim Haupteingang entsteht ein Anbau mit Treppenhaus und Aufzug, unter anderem zum Veranstaltungssaal. Im Ober- und Erdgeschoss sind behindertengerechte Toiletten geplant. Etwas schwierig und aufwändig könnte sich laut Kressirer hier die Dachstuhlerneuerung gestalten.

Variante 2 beinhaltet einen Ersatzbau des vorderen Bereichs

Variante zwei beinhaltet einen Ersatzbau des vorderen Bürgerhaus-Bereichs. Die Feuerwehr-Räume würden unverändert bestehen bleiben. Der Neubau würde ansonsten ähnliche Elemente enthalten, erklärte der Gemeindechef. WCs und viele Räume wären künftig ebenerdig. Einen Keller soll es nach aktuellem Stand nicht mehr geben. Kressirer: „Künftig wäre auf zwei Ebenen alles abgebildet, was wir jetzt auf sehr verschachtelten Ebenen haben.“

Für beide Lösungsansätze gibt es noch keine Kostenschätzung. Diese werde der Ingenieur erst Anfang 2020 vorlegen. Mehrere Räte vermuteten, dass die Kosten im Millionenbereich liegen werden.

Eichinger: Ohne Barrierefreiheit „macht es keinen Sinn“

Gertrud Eichinger (SPD) sprach sich für die künftige Barrierefreiheit („ohne das macht es keinen Sinn“) und zügige Planungen aus. „Da kommt etwas Wichtiges auf uns zu“, sagte Dieter Heilmair (CSU) und wollte wissen, inwieweit die betroffenen Vereine in die Planungen eingeweiht seien. Kressirer hat diese nach eigenen Worten bereits über die Entwürfe informiert und festgestellt: „Es herrscht bei allen eine große Offenheit. Ein entscheidender Punkt werden für uns also wohl die Kosten werden.“

Martin Hagn (CSU) hinterfragte kritisch, auf welche Ideen und Angaben hin die Entwürfe erstellt wurden. Der Bürgermeister antwortete, er selbst habe sich Gedanken zur Neugestaltung gemacht. In die Kritik klinkte sich Eichinger ein: „Ich finde, es wäre besser gewesen, vorher mit uns intern zu beraten und dann einen Planungsauftrag zu geben. Bei uns gibt es ja auch viele Ideen.“ „Ich denke, das war im Rahmen meiner Kompetenzen“, entgegnete Kressirer, beteuerte aber auch: „Es ist noch nichts fest, wir können noch alles ändern.“

Die Diskussionen zum weiteren Vorgehen gingen noch unter einnem anderen Tagesordnungspunkt weiter: Im Rahmen der künftigen Finanzplanung gab es unterschiedliche Meinungen, wie und wann das Bürgerhaus Eicherloh geplant werden soll (Bericht folgt).

Markus Ostermaier

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