In Eicherloh soll ein Mobilfunkmast entstehen. Die Bürger machen dagegen mobil (Symbolbild).
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In Eicherloh soll ein Mobilfunkmast entstehen. Die Bürger machen dagegen mobil (Symbolbild).

Angst vor Strahlung: 212 Protestunterschriften gegen Anlage in 200 Metern Entfernung

Eicherloher machen gegen Sendemast mobil

212 Bürger haben gegen einen Mobilfunkmast in Eicherloh unterschrieben. Sie sorgen sich um ihre Gesundheit.

Eicherloh – Die geplante Errichtung eines Mobilfunkmasts in Eicherloh sorgt für Unruhe bei den Bürgern. In einem Antrag, ergänzt mit 212 Unterschriften, haben sie den Gemeinderat jetzt darum gebeten, das Vorhaben noch einmal zu überdenken. Den Beschluss über den Standort hatte der Rat bereits im Juni gefasst.

Errichtet werden soll der maximal 40 Meter hohe Mast der Telekom in der Nähe des kleinen Weihers hinter der Eicherloher Kirche – rund 200 Meter vom Ort entfernt. Aufgrund der Nähe sorgen sich zahlreiche Anwohner um ihre Gesundheit.

„Die Bürger haben sich schlecht informiert gefühlt“, erklärte Bürgermeister Max Kressirer. Nach dem Beschluss in einer öffentlichen Sitzung im Juni versuchte er den Bürgern ihre Ängste im Rahmen einer Informationsveranstaltung zu nehmen und so dem Gefühl der mangelnden Information entgegenzuwirken.

„Angst ist ein schwieriger Begleiter“, gibt er im Gespräch mit der Heimatzeitung zu. Der gewählte Standort sei jedoch unbedenklich, denn je näher der Sendemasten sei, desto weniger Sendeleistung werde benötigt. „Der Mast kommt so oder so. Die Regierung will, dass alle übrigen Flecken geschlossen werden. In Eicherloh ist der Empfang momentan einfach schlecht. Die Frage ist also nur, wo der Mast hinkommt. Wir hatten jetzt die Möglichkeit, den idealen Standort dafür auszusuchen“, betont Kressirer. Mit genauen Zahlen und Fakten habe er bei der Informationsveranstaltung versucht, den Anwesenden ihre Sorgen zu nehmen. „Am Schluss wurde dann schon eher wieder über die Optik diskutiert“, erzählt er.

Rund eineinhalb Jahre wird es noch dauern, bis der Mast steht. In der Zeit möchte Kressirer den Dialog mit den Bürgern weiterführen und für ausreichend Informationen sorgen. Eine Idee, um einen besseren Informationsaustausch zu gewährleisten, warf Gemeinderätin Gertrud Eichinger (SPD) in die Runde. Sie wolle den Service anbieten, die Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzungen per E-Mail an alle Interessierten zu verschicken. Den Rückhalt der restlichen Ratsmitglieder erhielt sie für diesen Vorschlag jedoch nicht. Sie waren sich einig, dass es ausreiche, die Tagesordnung auf der Homepage, am schwarzen Brett und im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen.  

Julia Adam

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