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An Ideen mangelt es ihr nicht: Steffi Seitz alias Steffi Krumbiegel bringt ihre Fantasie zu Papier.

Zweiter Roman

Die Eingebung kam vor einer Burg

Finsing – „Natürlich muss man ein bisschen krank im Kopf sein.“ Das sagt Steffi Seitz über sich und ihre Leidenschaft. Bereits ihr zweites Buch hat die Finsingerin unter ihrem Mädchennamen Steffi Krumbiegel veröffentlicht.

Geister, Dämonen und deutsche Adelsgeschlechter. Seit Juni können sich Fantasyfans vom Roman „Nadja – Der Wächterin Erbe“ auf 280 Seiten in eine magische Welt hineinversetzen lassen. Sie können die junge Nadja begleiten, die sich dem Kampf gegen die dunkle Magie stellen muss.

Nicht ohne Grund spielt sich die Geschichte in Dresden ab. Aufgewachsen ist die in Stralsund geborene Steffi Seitz nämlich in Sachsen. Zwar lebt die 35-Jährige bereits seit 16 Jahren in Bayern, ihrer Heimat stattet sie dennoch regelmäßig einen Besuch ab. „Als ich dort vor einer Burg stand, hatte ich einfach diese Eingebung“, erinnert sie sich im Gespräch mit der Heimatzeitung. „Ich habe mich so in eine frühere Zeit hineinversetzt gefühlt, dass sich Nadjas Geschichte fast von selbst ergeben hat.“

Für die Versicherungsfachfrau ist das nichts Ungewöhnliches. Mit viel Vorstellungskraft entwickelt sie aus gewöhnlichen Alltagssituationen regelmäßig spannende Stories, die sich leicht zu Papier bringen lassen. Bereits 18 Romane sind auf diese Weise entstanden. Zwölf Konzepte liegen noch unbeendet auf dem Schreibtisch der Finsingerin. Nach und nach sollen ihre fertigen Geschichten nun veröffentlicht werden. Doch nur im Fantasy-Genre bleiben, das wird Seitz alias Krumbiegel nicht. Auch für Liebesgeschichten habe sie einiges übrig. Das zeigte sie bereits anhand ihrer ersten Veröffentlichung. Im Roman „Voin: Hanna“, der seit Dezember 2015 im Internet erhältlich ist, erzählt Krumbiegel von den ganz großen Gefühlen.

„In welche Kategorie ich meine Geschichten einordnen kann, weiß ich erst, wenn sie fertig sind. Das ergibt sich ganz automatisch.“ Auch die Zielgruppe bleibe bis zum letzten Satz offen. „Voin ist eher für Erwachsene, aber Nadja ist vor allem für die Jugend geeignet“, sagt Seitz. Vier Teile der Nadja-Reihe sollen noch folgen, der nächste bereits im November. „Dabei liegt es mir vor allem am Herzen, die jungen Leute wieder zum Lesen zu bewegen“, betont die Mutter eines siebenjährigen Sohnes.

Auch sie sei seit ihrer Kindheit eine Leseratte. Umso stolzer macht es sie, ihre eigenen gebundenen Ausgaben in den Händen halten zu können. Dabei sei das nicht ihr Ziel gewesen. „Ich habe nie darüber nachgedacht, mich an einen Verlag zu wenden, bis mich meine beste Freundin dazu überredet hat.“ Heute ist sich die 35-Jährige sicher: Sie hat alles richtig gemacht. „Das Schreiben ist wie eine Sucht. Dabei kann man sich nach Lust und Laune austoben, und niemand nimmt es dir übel.“

Über 400 „Gefällt mir“- Klicks hat Steffi Krumbiegel auf Facebook erzielt. Auch ihr Blog „Götterkinder“ erfreut sich wachsender Beliebtheit. Seit einigen Tagen ist „Nadja – Der Wächterin Erbe“ zudem in englischer Sprache erhältlich. Eine ungewohnte Situation für die bodenständige Finsingerin. „Ich hätte nie damit gerechnet, so schnell erfolgreich zu sein.“ Auch die Verkaufszahlen seien gut.

Obwohl Steffi Krumbiegel noch 16 unveröffentlichte Romane in der Hinterhand hat, kommt eine Schreibpause für sie nicht in Frage. Vielmehr möchte sie ihren Autoren-Alltag in Zukunft deutlich ausweiten. „Ich werde mich darauf konzentrieren, Lesungen an Schulen anzubieten. Die Kinder sollen einfach wieder zum Träumen animiert werden. Außerdem habe ich immer Ideen im Kopf, die raus müssen.“

Von Julia Adam

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