Trägerwechsel

Finsinger Kinderhäuser: Elternabend beruhigt Gemüter

Finsing - Seinen Zweck erfüllt hat ein Elternabend in den Finsinger Kinderhäusern Am Park und Zur Sonnwend. Nun stehen alle Eltern dem Trägerwechsel offener gegenüber.

Eine gewisse Aufregung herrschte in Finsing, als vor wenigen Wochen bekannt wurde, dass es gleich an zwei örtlichen Kinderhäusern einen Trägerschaftswechsel geben wird (wir berichteten). Mittlerweile ist es aber etwas ruhiger geworden. Vor Kurzem gab es für die Angehörigen der beiden Kindergärten einen Infoabend, zu dem etwa 160 Interessierte erschienen. Nicht nur der neue Träger Kinderland Plus, sondern auch die neuen Kindergartenleitungen stellten sich vor.

In den Osterferien hatten bekanntlich 80 Neufinsinger einen unterschriebenen Brief bei der Kommune abgegeben. Darin wünschten sie sich, Kerstin Sperling als Trägerin sowie deren Konzept zu behalten. Nach dem Elternabend sagt Susanne Badeke, Vorsitzende des Elternbeirates Zur Sonnwend: „Wir sind alle neugierig und warten erst mal ab. Im Moment kann man eh noch nicht viel sagen, es entwickelt sich gerade alles.“

Zwar seien noch nicht alle Eltern überzeugt, da beim alten Träger alles in Ordnung gewesen sei und es nun Veränderungen geben werde, sagt Badeke. „Ich glaube, vielen hat die Art und Weise einfach nicht gepasst, wie das Ganze abgelaufen ist.“ Vielleicht sei auch deswegen beim Elternabend teilweise eine gewisse Anspannung zu spüren gewesen.

In Eicherloh, wo man dem Trägerwechsel schon vorher positiv gegenüberstand, hat sich nichts verändert. „Wir freuen uns, wenn es zügig über die Bühne geht, damit wir mit der Vergangenheit abschließen können“, berichtet Daniela Zerndl, Elternbeiratsvorsitzende der Kita „Am Park“. Beim Elternabend empfanden es manche Eicherloher „teilweise heftig“, wie Fragen formuliert und Meinungen vorgetragen wurden. Durch kooperative Gespräche zwischen den Elternbeiräten und Kinderland Plus ist Zerndl aber zuversichtlich: „Wir werden Lösungen finden, die für alle zufriedenstellend sind.“

Auch Bürgermeister Max Kressirer ist jetzt wieder entspannter. „Dem Gemeinderat war bewusst, dass die beiden Häuser zusammenhängen, und dass er für die ganze Gemeinde entscheiden muss. Ich glaube, unsere Entscheidung war vollkommen richtig.“ Von Kinderland Plus ist der Rathauschef sehr überzeugt: „Es gibt zwar einen Wechsel, aber für die Kinder wird sich nichts verschlechtern.“

Ursprünglich sollte die neue Trägerschaft zum 1. September beginnen. Im Moment gibt es die Überlegung, ob nicht schon zum Juli der Übergang beginnen soll. In der nächsten Zeit werden noch einige rechtliche und vertragliche Dinge geklärt wie Inventar-Übernahme oder Personalangelegenheiten.

Laut Kressirer wird es kein grundlegend neues Konzept geben. Lediglich in Eicherloh, wo in der Vergangenheit von gewissen Problemen die Rede war, könne es ein paar Veränderungen geben. Der Großteil der Kinderhaus-Mitarbeiter will in Finsing bleiben.

mot

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