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Mit solchen Kabeln, durch die 20 000 Volt fließen können, rüstet das Bayenwerk auch das Netz in der Region auf. Was im Detail geplant ist, haben (v. l.) Johann Blank, Ursula Jekelius und Uwe Wollschläger vorgestellt.

28 Millionen Euro für den Ausbau der Stromnetze

Energiewende: Bayernwerk rüstet auf

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Südlicher Landkreis – Gut 28 Millionen Euro investiert das Bayernwerk heuer in den Ausbau und die Modernisierung seiner Stromnetze in der Region. Eine große Herausforderung ist dabei nicht zuletzt die Energiewende.

Der 8. Mai ist heuer ein schöner Tag gewesen. Schön für die Menschen in Bayern, weil 14 Stunden lang die Sonne am Himmel strahlte. Und Und schön für die Verantwortlichen der Bayernwerk AG, weil er einer von bislang zwei Tagen im Jahr war, an dem ihr gesamtes Stromnetzgebiet mehrere Stunden lang zu hundert Prozent aus regenerativer Energie versorgt wurde.

Übers ganze Jahr gesehen liege man aktuell bei rund 60 Prozent, sagte Ursula Jekelius, die beim Bayernwerk für die oberbayerischen Regionen zuständig ist, in einem Pressegespräch. Die Tendenz sei steigend, was an den inzwischen mehr als 260 000 Einspeiseanlagen liege, die ins Stromnetz der Bayernwerk AG eingebunden sind – vom Windrad bis zur Biogasanlage. Den Großteil machen Photovoltaikanlagen aller Größen aus, deren Einspeiseleistung je nach Sonnenschein stark schwankt.

All dies stelle das Bayernwerk vor große Herausforderungen, sagte Jekelius. „Unsere Aufgaben haben sich mit der Energiewende stark erweitert.“ Zentral seien dabei der Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes, was sich der Konzern heuer bayernweit 580 Millionen Euro kosten lässt. Gut 28 Millionen Euro davon entfallen auf das Gebiet des Netzcenters Taufkirchen (Kreis München), das Teile der Landkreise Ebersberg, Erding, Fürstenfeldbruck, Miesbach, München und Starnberg umfasst. Oder anders ausgedrückt: Rund 570 000 Menschen in 45 Städten und Gemeinden.

Früher sei das Netz vor allem darauf ausgelegt gewesen, Strom von den großen Kraftwerken in die Region zu befördern, erläuterte Netzbauleiter Uwe Wollschläger. Inzwischen müsse das Netz flexibler sein – auch bedingt durch die vielen PV-Anlagen. Darüber hinaus will das Bayernwerk stärker auf Erdkabel setzen, sodass Freileitungen und Strommasten peu à peu verschwinden. Im Bereich des Netzcenters Taufkirchen seien schon fast 95 Prozent des Netzes verkabelt, so Wollschläger.

Schon in wenigen Wochen wird dies auch auf die Leitung zwischen Neufinsing und Pliening-Landsham (Kreis Ebersberg) zutreffen. Hier hat das Bayernwerk parallel zum mittleren Isarkanal sieben Kilometer Kabel verlegt und drei Trafostationen errichtet. Die Kosten: 413 000 Euro. In der Folge können alsbald 20 Holz- und 62 Freileitungsmasten abgebaut werden.

Dies trifft inzwischen auch auf die Verbindung im Finsinger Moos zwischen Birkhahnweg und Landshamer Straße zu. Hier wurde für fast 100 000 Euro eine 800 Meter lange Freileitung verkabelt. Dadurch hat man die Übertragungsleistung für Bezug und Einspeisung deutlich erhöht.

Patrik Stäbler

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