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Wichtig, aber nicht dominant: die neue Schulturnhalle in Finsing, ein Beitrag der „Architektouren 2020“. 

Finsinger Turnhalle und Alpha-Verwaltungsgebäude in Erding öffnen virtuell ihre Tore

„Architektouren“ gibt’s heuer nur digital

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Zwei Gebäude aus dem Landkreis Erding sind heuer bei den Architektouren dabei. Rundgänge sind aber nur digital möglich.

Finsing/Erding Wie so viele Veranstaltungen in diesem Jahr finden auch die Architektouren 2020 in anderem Rahmen statt als gewohnt. Statt live vor Ort präsentiert sich die jährliche Leistungsschau bayerischer Architektur coronabedingt erstmals ausschließlich digital. Ausgewählt wurden 241 Vorzeigeprojekte – darunter zwei aus dem Landkreis: die Schulsporthalle in Finsing und das Alpha-Verwaltungsgebäude in Erding.

Für die Architektur der Sporthalle zeichnen die Planungsgruppe Heilmaier um Ingenieur Markus Heilmaier aus Erding sowie das Bauleitplanungsbüro Stilling GmbH aus Aschheim verantwortlich. Die Lex Kerfers Landschaftsarchitekten aus Bockhorn hatten die Außenanlagen übernommen, Bauherrin war die Gemeinde Finsing.

Laut Planungsgruppe Heilmaier war es hier wichtig, das große Volumen der Sporthalle so verträglich wie möglich in die Landschaft zu setzen, die bestehenden Schulgebäude zu ergänzen und nicht zu dominieren. Deshalb wurde die Halle mit Abstand vor die Schule gesetzt und zur Hälfte eingegraben. Zwischen Schule und Halle entstand der neue Pausenhof, die Halle gewährt Durchblicke bis zum Ortsrand von Neufinsing.

Das zweite Projekt ist der Neubau des Alpha-Verwaltungsgebäudes in Erding – laut Architektenkammer formt hier „maßgeschneiderter Sonnenschutz ein monolithisches Gebäude neben der bestehenden Logistikhalle“. Für die Architektur zeichnet die AIP GmbH/Werner Rotter aus Erding verantwortlich.

Sämtliche Projekte sind über die Website der Bayerischen Architektenkammer auf www.byak.de/architektouren.html (das Jahr „2020“ anwählen und auf „Suchen“ klicken) einzusehen und werden zudem in einer online bestellbaren Corona-Booklet-Edition veröffentlicht.

Daneben waren alle teilnehmenden Architekturbüros eingeladen, ihre Projekte digital vorzustellen. Kurzfilme oder kleine Audio-Statements sollen spätestens an diesem Wochenende über die Kammerwebsite präsentiert werden. Zu den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen passend, präsentieren sich die Architektouren, die seit 1996 stattfinden, unter dem bundesweiten Motto „Ressource Architektur“.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind wieder aufgerufen, ihre persönliche Sicht auf die Gestaltung von Räumen mit einem Smartphone festzuhalten und am digitalen Fotowettbewerb „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ teilzunehmen. Bis zu drei Motive (als jpg oder tif) können bis 29. Juni per E-Mail an matzig@byak.de eingereicht werden. Die besten Arbeiten werden prämiert und unter #kinderArchitektouren auf Facebook und Instagram vorgestellt.  vam

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