Gespannt verfolgt haben die Kinder des Kinderlands Neufinsing – Zur Sonnwend die Baumfällarbeiten. Diese mussten aufgrund des Tierschutzes bereits erledigt werden.
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Gespannt verfolgt haben die Kinder des Kinderlands Neufinsing – Zur Sonnwend die Baumfällarbeiten. Diese mussten aufgrund des Tierschutzes bereits erledigt werden.

Im Kinderland Zur Sonnwend in Neufinsing wurden Bäume gefällt

Erste Vorboten der Kinderhaus-Erweiterung

Einiges zu sehen gab es in letzter Zeit für die Kinder des Kinderlands Neufinsing – Zur Sonnwend: Dort fiel mit Baumfällarbeiten der Startschuss für die anstehende Erweiterung.

Neufinsing – Das starke Wachstum in der Gemeinde Finsing ist Hintergrund für den geplanten Erweiterungsbau (wir berichteten), dessen Start sich Bürgermeister Max Kressirer für „so bald wie möglich“ erhofft. Derzeit warte man noch auf die Baugenehmigung, berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung. Sobald diese erteilt wurde, möchte man mit den Ausschreibungen beginnen und die Maßnahme zeitnah, spätestens im Juni, umsetzen.

Zusätzlich zu den aktuell im Kinderhaus untergebrachten drei Kindergartengruppen soll nach Abschluss des Projekts Platz für zwei weitere Gruppen geboten sein. Betreut werden außerdem zwei Krippen- und eine Hortgruppe. Einhergehend mit den steigenden Kinderzahlen ist Kressirer zufolge auch eine Essenssituation, der man gerecht werden müsse: „Es entwickelt sich dahingehend, dass die Kinder länger da sind als früher und dementsprechend auch versorgt werden müssen“, erklärt er, weshalb man in den Planungen auch darauf geachtet habe, eine ideale Konzeption beim Essen zu finden.

Insgesamt soll eine Fläche von etwa 40 Prozent des bestehenden Gebäudes angebaut werden. Rund 3,5 Millionen Euro wird der Erweiterungsbau voraussichtlich kosten, Kosten von rund 600 000 Euro entstehen zusätzlich für die Sanierung der Außenanlagen.

Wie die aussehen könnten, das hatte Landschaftsarchitekt Robert Kerfers im vorigen Sommer dem Gemeinderat vorgestellt. Wie berichtet, gab es im Gremium dazu jede Menge Diskussionsbedarf. Unter anderem hatte man sich darauf geeinigt, die Planungen ohne die Tribüne weiterzuverfolgen, die sich im Süden des Kinderhauses befindet. Die dadurch frei werdende Fläche wollte man dem Kindergarten zuschlagen und so kompensieren, dass für den Neubau einige hundert Quadratmeter an Spielfläche im Außenbereich verloren gehen.

Beziehbar sollen die zusätzlichen Räumlichkeiten im neuen Kindergartenjahr sein – auch, um weitere Ausgaben einsparen zu können, wie Kressirer betont. Denn dem Altbau steht anschließend eine notwendige energetische Sanierung bevor. Zudem sollen die Räumlichkeiten in Zukunft barrierefrei zugänglich sein. „Wir haben es uns zum Ziel gemacht, im Rahmen des Klimaschutzkonzepts alle gemeindlichen Liegenschaften und die Kindergärten energetisch zu sanieren und barrierefrei zu machen“, begründet der Bürgermeister dies.

Der Erweiterungsbau könne dann optimal für die Übergangszeit genutzt werden, um teure Provisorien etwa mit Containern einzusparen. Umgesetzt werden soll die Sanierung im Herbst 2022 bis ins Jahr 2023. Gerechnet wird hierfür mit Kosten von 1,3 Millionen Euro.

Genutzt werden soll der neu geschaffene Platz auch bei der anstehenden energetischen Sanierung des Kinderlands Neufinsing – Sankt Georg. Diese ist für das Jahr 2024 angesetzt. Die Kinder könnten während der Arbeiten in Neufinsing unterkommen, um auch hier hohe Kosten für eine provisorische Unterkunft zu vermeiden.

Julia Adam

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