Feuerwehrbedarfsplanung in Finsing 

Nur der Nachwuchs macht Sorgen

Lediglich acht Jugendfeuerwehrler engagieren sich in Finsing und nur einer in Eicherloh.

Finsing – Auf ihre Feuerwehren können sich die Gemeindebürger im verlassen. Das ergab die Feuerwehrbedarfsplanung, die Kreisbrandinspektor Lorenz Huber in der Gemeinderatssitzung vor zahlreichen Vertretern der örtlichen Feuerwehren im Zuschauerbereich vorstellte.

Vor allem der Durchgangsverkehr auf der Staatsstraße durch Neufinsing, die Gewässerbereiche im Gemeindegebiet sowie das Gewerbegebiet gelten als Risikofaktoren, die die ehrenamtlichen Feuerwehrler im Hinterkopf behalten müssen. Kein Problem für die beiden Wehren, denn innerhalb der Hilfsfrist von zehn Minuten können die Aktiven aus Finsing und Eicherloh gemeinsam alle Bereiche des Gemeindegebiets abdecken, betonte Huber. „Alleine wäre das nicht möglich, aber wenn die beiden zusammenarbeiten, ist das locker machbar.“

Zu durchschnittlich 42 Einsätzen wurden die Finsinger in den vergangenen fünf Jahren alarmiert, davon fünf Mal, um einen Brand zu löschen, und 21 Mal, um technische Hilfe zu leisten. 44 Alarme gingen bei den Eicherlohern im Schnitt ein, unter anderem sechs Brände und 20 technische Hilfeleistungen. Personell sind die Freiwilligen Feuerwehren dafür gut ausgestattet, wie der Kreisbrandinspektor zu berichten wusste: 43 Aktive engagieren sich in Finsing, 42 in Eicherloh.

Zwar halte sich die Einsatzbereitschaft werktags mit einer Tagesalarmstärke von neun Personen in Finsing und sieben Personen in Eicherloh in Grenzen, Probleme habe es bisher dennoch aber keine gegeben. Verbesserungsbedarf herrsche hingegen im Jugendbereich, wie Huber bedauerte. Lediglich acht Jugendfeuerwehrler engagieren sich in Finsing, nur einer ist es in Eicherloh. „Das Interesse ist natürlich nach wie vor da, allerdings nimmt die Haltbarkeit deutlich ab“, erklärte Huber.

Beschäftigen solle sich die Gemeinde zudem mit dem Kauf eines Schutzanzugs für Salzsäure. „Hier im Gewerbegebiet gibt es eine Firma, die größere Mengen an Salzsäure lagert. Da kann auch etwas passieren“, begründete Huber dies. Er empfahl zudem, einen Wasserrettungsanzug für die Finsinger Feuerwehr zu besorgen. In Eicherloh ist dieser bereits vorhanden.  ja

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