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Finsings Verwaltungsangestellte dürfen sich freuen: Sie bekommen ab 2020 mehr Geld. Die Gemeinde gewährt ihnen die München-Zulage – zunächst 95 Euro mehr, ab 2021 dann die volle Summe.

Gemeinde gewährt Verwaltungsangestellten Zulage

Erste Steigerung schon ab 2020: Finsings Mitarbeiter bekommen mehr Geld

Finsings Verwaltungsangestellte bekommen ab 2020 mehr Geld. Die Gemeinde gewährt ihnen die München-Zulage – zunächst 95 Euro mehr, ab 2021 dann die volle Summe.

Finsing– Die Gewährung der Großraum-Zulage München beschäftigt aktuell viele Kommunen und wurde nun auch in Finsing diskutiert. Der Gemeinderat wurde sich schnell einig, den Verwaltungsangestellten die volle Zulage in Höhe von 270 Euro zu gewähren, um auch künftig ein finanziell attraktiver Arbeitgeber zu sein – wenn auch nicht sofort.

Finsing: Ein Großteil der Angestellten bekommt schon finanzielle Unterstützung

Bürgermeister Max Kressirer (WGE) informierte in der jüngsten Sitzung, dass der Großteil der Angestellten bereits seit der früheren Ballungsraum-Zulage eine finanzielle Unterstützung erhält. Hiervon profitieren bisher die Mitarbeiter des Bauhofs sowie die Rathaus-Angestellten bis zur Entgeltgruppe 9. Nun gibt es mit der München-Zulage wieder eine neue Initiative, die laut Kressirer im Landkreis sehr differenziert diskutiert wird.

Wie berichtet, sind einige Gemeinden in der Region Erding sich noch unschlüssig, ob ihre Mitarbeiter mit den kompletten, zusätzlich vorgeschlagenen 270 Euro im Monat versorgt werden sollen – Forstern zu Beispiel. Im Landkreis Ebersberg und den umliegenden Orten um Finsing sei dies der Fall, wusste Kressirer.

Wenn alle Angestellten die volle Zulage bekommen, macht das 75 000 Euro aus

Der ausgewählte Mitarbeiterkreis erhält in Finsing derzeit etwa jeweils 75 Euro zusätzlich. Wenn nun alle Angestellten stattdessen die volle München-Zulage bekomme, müsse die Gemeinde mit jährlichen Zusatzkosten von etwa 75 000 Euro rechnen. „Ich tendiere aber trotzdem dazu – aus Wertschätzung, dass die Mitarbeiter ein gutes Einkommen haben und hier gut leben können“, sagte Kressirer. Man sollte aber seiner Meinung nach auch die Option bedenken, die Zulage auszusetzen, wenn der Haushalt nicht mehr ausgeglichen werden könne.

Finsing hat derzeit noch keine Personalprobleme

Gertrud Eichinger (SPD) sprach von deutlichen Einkommensunterschieden im Vergleich zum Kreis Ebersberg. „Bislang sind wir personell gut aufgestellt, aber die weitere Entwicklung ist natürlich ungewiss.“ Daher plädierte sie für eine höhere finanzielle Unterstützung. „Dass wir noch keine Personalprobleme haben, damit sind wir im Moment noch alleine auf weiter Flur“, meinte Kressirer. „Dann werden wir sie bestimmt noch bekommen“, vermutete Dieter Heilmair (CSU). Der Druck werde künftig steigen, und das Einkommen spiele bei der Arbeitgeberwahl eine wichtige Rolle. Deswegen sprach sich Heilmair ebenfalls für die volle Förderung aus.

2020 gibt‘s 95 Euro mehr, ab 2021 dann die volle Summe

„Für eine einmalige Gehaltserhöhung fände ich diesen Betrag aber schon sehr außergewöhnlich“, sagte Ludwig Lex (FWF). Er schlug stattdessen vor, die Zulage im kommenden Jahr zunächst von 75 auf 170 Euro zu erhöhen, damit erst 2021 die endgültige Summe von 270 Euro erreicht werde. „Das schafft auch Mitarbeiterbindung“, meinte Lex. Für Mitarbeiter ab der Entgeltgruppe 10 soll die Zulage auf drei Jahre aufgeteilt werden.

Das Gremium stimmte zunächst über den ursprünglichen Beschlussvorschlag ab, dass die Mitarbeiter sofort die volle München-Zulage erhalten. Diese Lösung wurde aber mit denkbar knapper Mehrheit von einer Stimme abgelehnt. Für die gestaffelte Variante sprach sich danach der komplette Gemeinderat aus.

Markus Ostermaier

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