Gemeinderat

Finsing will zurück in den Verdichtungsraum

 Finsing – Die Gemeinde Finsing befindet sich im so genannten Verdichtungsraum. Für Bürgermeister Max Kressirer steht das fest. Seit der Neufestsetzung des bayerischen Landesentwicklungsprogramms (LEP) im Jahr 2013 ist die Gemeinde jedoch offiziell dem allgemeinen ländlichen Raum zugeordnet. Dagegen möchte sich der Gemeinderat weiterhin wehren.

Bereits vor drei Jahren war eine Stellungnahme zu der Thematik abgegeben worden. Nun war die Kommune aufgefordert, sich zu kürzlich getätigten Änderungen im LEP zu äußern. Diese betreffen Finsing zwar nicht, doch die Ratsmitglieder haben sich in ihrer Sitzung am Montag dazu entschlossen, im Rahmen der aktuellen Stellungnahme nochmals zu betonen, dass die Kommune Anspruch darauf habe, dem Verdichtungsraum zugeordnet zu werden.

Begründet wird das durch die Festsetzung der Stadt Erding als Oberzentrum und die Lage der Gemeinde Finsing zwischen eben diesem und der Landeshauptstadt München. Die „ausschließlich auf statistische Werte gestützte Zweiteilung Bayerns in ländliche Räume und Verdichtungsräume“ werde den Funktionen der Kommunen nicht gerecht.

„Durch den Verkehrsflughafen im Erdinger Moos, der zu einem internationalen Drehkreuz ausgebaut worden ist und weiter ausgebaut werden soll, müssen die Gemeinden im Landkreis Erding für diese Ziele überdurchschnittliche Anstrengungen erbringen“, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung. Genannt werden Wohnungsbau, Kinderbetreuung, Schule und Straßenbau. Die Aufwendungen für die soziale Infrastruktur seien überdurchschnittlich hoch.

Laut Geschäftsleiter Helmut Fryba bringt eine Zuordnung in die Kategorie Verdichtungsraum erfahrungsgemäß einige Vorteile mit sich – etwa höhere Sätze von Fördergeldern. „Außerdem dürfen die Arbeitgeber im Verdichtungsraum ihren Mitarbeitern eine Ballungsraumzulage bezahlen“, sagt er und hofft, dass die Stellungnahme berücksichtigt wird.  

ja

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