Das neue Sportgelände Neufinsing: Auf dem jetzigen Hauptfußballplatz entsteht in die andere Richtung ein Kleinspielfeld sowie daneben das neue Sport- und Jugendheim mit Parkplätzen. Weiter unten sind eine Tribüne mit Umkleiden sowie ein Haupt-, Trainings- und dazwischen ein Minispielfeld zu sehen. Das Beachvolleyballfeld kommt zur Schule. 

Rieseninvestitionen

Die Finsinger 25-Millionen-Projekte

Finsing - Netto-Eröffnung, neues Sportgelände, Schul-Neuerungen – in vielen Bereichen erhöht die Gemeinde Finsing das Angebot für ihre Bürger. Das sind noch längst nicht alle Projekte, die heuer anstehen.

Der Zuspruch der Einheimischen hat es laut Bürgermeister Max Kressirer 2015 ermöglicht, dass seit September im Neufinsinger Ortskern der Nettomarkt gebaut wird. „Die Arbeiten laufen nach wie vor gut und wie geplant. Aktuell entsteht das Innere des Supermarkts, ab März geht es dann an die Außenlagen und die Fertigstellung der Bayernwerkstraße. Mitte Juni ist Eröffnung“, sagt der Gemeindechef. Als Nächstes gehe es um die Planung des danebenliegenden Gesundheitshauses.

Aufgenommen wurden laut Kressierer die Bauarbeiten für den neuen Parkplatz und die zweite Fahrradhalle an der Grund- und Mittelschule. Fertig soll die Anlage im April werden. „Die Feinschicht folgt aber erst im Mai oder Juni“, berichtet der Bürgermeister. Wenn alles gut läuft, gebe es außerdem ab September 2016 das Angebot Offene Ganztagesschule – vorerst aber nur für Drittklässler.

Desweiteren werden in den Pfingstferien vier Klassenzimmer im Ost-Trakt der Schule mit Akustikdecken ausgestattet. Zudem wird heuer der Bau der zweiten Turnhalle (Frühjahr 2017) vorbereitet. Kressirer: „Es soll eine Halle für mehrere Jahrzehnte werden.“ Angrenzen soll diese an die neuen Stellplätze. Demnächst müsse man sich auf die Hallengröße festlegen, mit der die Kommune ins VOF-Verfahren geht.

Spannend bleibt auch die Neugestaltung des Sportgeländes. Der neue Plan wurde im Januar beschlossen. Wenn die Jubiläums-Feierlichkeiten des Neufinsinger Burschenvereins (30 Jahre) Mitte Juli zu Ende sind, wird mit dem Bau des Trainingsplatzes und der Tribüne begonnen. 2017 folgen dann die Haupt-, Mini- und Kleinspielfelder. Kurz nach den Aktionen der Burschen feiert am 24. Juli der Trachtenverein Goldachtaler Eicherloh seinen 70. Geburtstag.

„Finsing hat in den nächsten vier Jahren insgesamt Investitionen von 25 Millionen Euro. Das ist gewaltig für Gemeinden in unserer Größe“, sagt Kressirer. Darin enthalten ist auch etwa in der Jahresmitte die Sanierung des Bauhofs, der aber am alten Standort bleibt. Investiert wird auch in die Dorferneuerung vom Ortsteil Finsing. Die Teilnehmergemeinschaft, die im Frühjahr gewählt wird, soll die Durchführung von Maßnahmen vorbereiten.

Um den Spielplatz bei der Finsinger Schlossstraße soll sich die Spielplatz-AG kümmern. Weitere Gemeinde-Projekte sind eine Bedarfsplanung der Feuerwehren, die Entwicklung der Bebauungspläne „Eibenweg“ und „Am Wiesenweg“, Erneuerung der Vorderen Moosstraße oder weiterer Grunderwerb für das Einheimischenmodell.

Nach wie sucht die Kommune neue Flüchtlingsunterkünfte. „Aber wir haben nicht den freien Wohnraum, den wir bräuchten“, meint der Bürgermeister. Falls man nicht mehr fündig wird, müsse man doch über andere Lösungen nachdenken. Vier mögliche Flächen im Gemeindegebiet für Containerlösungen wurden dem Landratsamt bereits mitgeteilt.

Zur weiteren Verbesserung der Badeweiher-Wasserqualität steht im Herbst die Niedrigwasserführung der Gfellach auf der Agenda. Auch die neue Ausweisung Finsings als Trinkwasserschutzgebiet geht 2016 in eine neue Runde. Bürgermeister Max Kressirer: „Das Anschließen an einen anderen Wasserverband ist für den Gemeinderat keine Alternative.“ Falls die nächsten Termine positiv verlaufen, sei die Voraussetzung zur Planung eines Hochbehälters gegeben.

Markus Ostermaier

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