Wechsel in den Finsinger Kinderhäusern

„Für Eltern ist der neue Träger sehr variabel“

Finsing – Seit Juli haben die Finsinger Kinderhäuser Am Park (Eicherloh) und Zur Sonnwend (Neufinsing) einen neuen Träger.

Kinderland Plus hat beide Einrichtungen übernommen, was anfangs besonders bei Eltern der Neufinsinger Einrichtung für Protest sorgte. Wie die ersten Wochen vermuten lassen, haben sich inzwischen aber alle mit dem Trägerwechsel abgefunden.

In den Osterferien machte dies noch einen anderen Anschein. Rückblick: Besucher der Neufinsinger Kita wurden damit überrascht, dass nicht nur bei der Eicherloher Einrichtung ein Trägerwechsel erfolgen wird. Beide Kinderhäuser führte bislang die private Trägerin Kerstin Sperling. Nachdem sie ihre Zuständigkeit für Eicherloh gekündigt hatte, wurde ein Nachfolger gefunden. Die Kinderland Plus GmbH aus Poing sagte jedoch nur unter der Maßgabe zu, dass sie auch den unbefristeten Zuschlag für den Kindergarten Zur Sonnwend erhält. Der Gemeinderat kam dieser Forderung nach und kündigte Sperlings Trägerschaft in Neufinsing. Diese nicht absehbare Änderung ärgerte Neufinsinger Eltern (wir berichteten).

Nach vorübergehenden Unruhen entspannte sich die Lage in Neufinsing aber nach einem Informationsabend mit dem neuen Träger etwas. Mittlerweile ist der Wechsel erfolgt. Zum 1. Juli hat Kinderland Plus die Kinderhäuser übernommen. „Der neue Träger hatte im Vorfeld wahnsinnig viel Arbeit, weil auch alles zweimal erfolgen musste“, berichtet Bürgermeister Max Kressirer auf Nachfrage.

Bisherige Probleme in Eicherloh konnten schnell beseitigt werden, die Personalengpässe etwa, die „dort sofort behoben wurden. Wir haben nun auch wieder die Kapazitäten, die wir haben müssen. Jedes Kind, das in der Kita oder Krippe einen Platz braucht, hat ihn auch bekommen“, erläutert Kressirer. Auch das bisherige Personal wurde übernommen. Nur zwei Mitarbeiter hätten dieses Angebot nicht angenommen. Außerdem seien jetzt mehr Zeiten buchbar. Kressirer: „Ich denke, für Eltern ist der neue Träger sehr variabel.“ In der Konzeption, die aber auch immer mit Kinderhaus-Leitung und Elternbeirat fortgeschrieben werde, gebe es sonst keine gravierenden Neuerungen.

Im August waren die Einrichtungen teilweise geschlossen. Zum 1. September ist nun das neue Kitajahr angelaufen – laut Kressirer „geräuschlos. Es sind keine Probleme auf mich zugekommen. Es läuft jetzt sehr, sehr gut, und ich bin ganz zuversichtlich. Wir haben einen kompetenten und zuverlässigen neuen Partner gefunden.“  mot

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bomben im Boden sind ihr Geschäft
EMC Kampfmittelbeseitigung sorgt in ganz Deutschland für Sicherheit. Das Langenpreisinger Unternehmen eröffnet nun auch eine Schule für dieses gefährliche Geschäft.
Bomben im Boden sind ihr Geschäft
Rechte Hetze, linke Ideologie und Schüler, die selbst denken können
Am Gymnasium Dorfen ist von der Schulleitung eine von Schülern organisierte und auch von der Schule auch genehmigte politische Podiumsdiskussion kurzfristig untersagt …
Rechte Hetze, linke Ideologie und Schüler, die selbst denken können
Bald auch Hilfen für Einheimische
In der Taufkirchener Puerto Jugendwohngemeinschaft von Condrobs sollen in absehbarer Zeit nicht nur unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut werden, sondern auch …
Bald auch Hilfen für Einheimische
50 Jahre gelebte Barmherzigkeit
Seit 50 Jahren ist das Wohn- und Pflegeheim der Barmherzigen Brüder in Algasing eine Heimat für Menschen mit Behinderung. Trotz Umbruchs soll das Kloster ein Haus der …
50 Jahre gelebte Barmherzigkeit

Kommentare