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Dem neuen Vorstand des Fischereivereins gratulierte Bürgermeister Max Kressirer (r.): sitzend Adolf Ostermeier (v.l., ausgeschieden), Johann Hiltensberger, Manfred Schmid, Vorsitzender Rudolf Westermeier, Johann Frantz, Klaus Sesojew sowie (stehend, v. l.) Franz Kopetz, Richard Sedlmeier, Thomas Söhl, Josef Höschl, Alexander Meier, Fritz Kopetz, Jürgen Sollweck, Thomas Weißenberger, Christian Albert, Florian Malcher und Johann Westermeier.

Fischereiverein Finsing 

Geduld beim Fischerheim

Finsing - Fast komplett wiedergewählt wurde der ganze Vorstand des Finsinger Fischereivereins. Dieser plant heuer wieder einige Veranstaltungen an den Gewässern – auch mit der Jugend. Beim feuchten Fischerheim ist weiter Geduld angesagt.

„Ich bin immer wieder überrascht über den großen Besuch.“ Zu Recht kann Vorsitzender Rudolf Westermeier stolz auf das Interesse seiner Mitglieder sein. Bei der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Finsing waren von den 151 Mitgliedern über 70 anwesend. Diese bestätigten im Gasthaus Faltermaier in Eicherloh fast den kompletten Vorstand in seinen Ämtern.

Auch die nächsten drei Jahre wird Westermeier als Vorsitzender agieren. Sein Vize Christian Wisbacher war zwar abwesend, hatte aber zuvor signalisiert, erneut anzutreten. Vor etwa einem Jahr hat Adolf Ostermeier den Posten des Gerätewarts abgegeben. Thomas Söhl, der diese Aufgabe seitdem inne hat, wurde wieder gewählt. Einzige Veränderungen gab es bei den Ausschuss-Mitgliedern. Robert Westermeier und Oliver Rotkopf stellten sich nicht mehr zu Verfügung. Aus zehn Kandidaten konnten die Anwesenden die sieben neuen Beisitzer wählen (siehe Kasten). Geleitet wurden die Neuwahlen von Finsings Bürgermeister Max Kressirer.

Der Rathauschef antwortete dem Verein noch zum Thema Feuchtigkeit im Fischerheim. „Der Erhalt des Heimes kostet mächtig viel Geld, und wir haben es wahrscheinlich erst 2019 im Haushalt drin. Die Feuchtigkeit müssen wir kurzfristig wegbringen“, sagte Kressirer. Zudem hatte Westermeier davor beim „leidigen Thema Gfällach“ angesprochen, dass im August wegen den heißen Temperaturen im Bach ein großes Fischsterben stattfand und er deswegen die Niedrigwasserführung nicht gut finde. Hierzu sagte der Gemeindechef, dass es noch ein paar Unstimmigkeiten gebe, die zuerst noch geklärt werden müssen.

Westermeier lobte das Ergebnis des erneuerten Badeweihers. Er bat seine Mitglieder, die vermehrt fremden, unberechtigten Fischer anzusprechen oder herumliegenden Müll in der Natur zu entfernen („das sollte selbstverständlich sein“). Probleme mit einem Biber hat der Fischereiverein am Weiher 3. Außerdem teilte Westermeier mit, dass der Ehrenvorsitzende Johann Frantz sein Amt als Landkreis-Vertreter beim Fischereiverband Oberbayern zum April abgeben wird . Sauer stößt dem Vorsitzenden auf, dass die Wasserwacht heuer zum zweiten Mal am Tag des Fischerfests eine ähnliche Veranstaltung organisiert.

Von einem Überschuss-Rekordergebnis sprach Kassier Manfred Schmid. Verkauft wurden unter anderem 99 Jahreskarten und 195 Tageskarten. „Diese Erlöse helfen uns auch bei unseren Pachtzahlungen beim Isarkanal“, ergänzte Westermeier. Sogar der Futterautomat hat laut Schmid 100 Euro eingebracht. Das gute Kassenergebnis von 2015 werde man heuer aber wohl nicht halten können.

3082 Bachforellen, Saibling, Regenbogenforellen, Zander, Karpfen, Hechte oder Schleie wurden 2015 allein in den Weihern und im Isarkanal eingesetzt, berichtete Gewässerwart Alexander Meier. Davon wurden 1956 Tiere später wieder gefangen. Auch in die Gfällach, Dorfen oder den Viertelbach wurden vom Verein Fische eingesetzt. Schriftführer Thomas Weißenberger gab einen Rückblick über die Veranstaltungen 2015. Alles – unter anderem das Vatertagsfischen, Königs- und Endfischen, Angelflohmarkt – gibt es auch in diesem Jahr.

Sehr zufrieden mit seiner 21-köpfigen Jugendtruppe ist Christian Albert. 2016 ist unter anderem das Jugendfischen, ein Zeltlager und eventuell ein Programm in den Sommerferien. Außerdem schwebt dem Jugendwart für 2017 ein Fischerkurs vor, damit Jugendliche vor Ort den Fischerschein erwerben können.

mot

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