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Geh- und Radweg entlang der Kirchenstraße 

Planung fertig, Zeitplan ungewiss

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Der Kirchenweg verbindet auf knapp drei Kilometern Länge Neufinsing mit Eicherloh. Die schnurgerade Strecke soll nun einen Geh- und Radweg bekommen und zugleich verbreitert werden. Auch wenn es dafür noch keinen Termin gibt: Eine erste Planung stellte Günter Preiss vom Ingenieurbüro Preiss & Schuster aus Vilsbiburg den Gemeinderäten schon einmal vor.

Finsing – Demnach soll der Kirchenweg nach dem vollendeten Ausbau eine Fahrbahnbreite von durchgängig 5,50 Meter haben. Aktuell ist die Straße 4,50 Meter breit. Daran schließen ein begrünter Schutzstreifen (1,75 Meter), der Geh- und Radweg (2,50 Meter) sowie ein Bankett (0,50 Meter) an.

Streckenweise wird die Fahrbahndecke komplett saniert. Zum Großteil aber wird die bestehende, rund 15 Jahre alte Decke lediglich verbreitert, sprich angebaut und verfugt. Um den Geh- und Radweg bei bestehender Wohnbebauung Kirchenweg 24 entlang zu führen, muss dieser verschmälert werden. Der Sicherheitsstreifen kann entfallen, wenn stattdessen ein Hochbord errichtet wird. In der Kostenberechnung ist zudem die Verlegung von Breitbandkabeln aufgenommen. Außerdem sollen Wellblechdurchlässe beim Viertelbach und an der Dorfen entstehen.

Im Bereich am Bachableiter muss die Straße etwas verschwenkt werden, damit der Geh- und Radweg an der Wohnbebauung vorbeigeführt werden kann. Dazu wird die Gfällach verrohrt und die Fahrbahn auf den bestehenden Graben geführt.

Für den neuen Weg kann ein Baum beim Wasserwachthaus am Badeweiher nicht gehalten werden. Einen weiteren könne man entweder ebenfalls fällen oder aber umfahren. Dafür plädierte Gertrud Eichinger (SPD/Grünes Wählerforum): „Der Baum ist sehr groß und bietet optisch einen schönen Zugang zum Weiher. Daneben halte ich es aber auch für eine Verbesserrung der Sicherheit, wenn er stehen bleibt“, erklärte sie. Bei einem optischen Hindernis werde besser geschaut, und die Leute würden langsamer fahren.

„Schwachsinn“, meinte Franz Keimeleder (CSU) dazu. Und Andreas Wimmer (FWF) erinnerte an eine ähnliche Situation in der Gemeinde Fraunberg vor wenigen Jahren. Dort habe man ebenfalls um einen Baum herum asphaltiert – und kurz darauf habe er gefällt werden müssen. Einen derartigen „Schildbürgerstreich“, so Wimmer, will man in Finsing vermeiden: Mehrheitlich wurde beschlossen, den Baum zu entfernen. Jürgen Lachmann (WGN) sorgte sich um die Sicherheit auf der Strecke: „Das wird eine lange, breite Straße und noch highwayiger als ohnehin schon.“

Für die Gesamtmaßnahme inklusive Straßenschildern und Markierungen rechnet Preiss mit Kosten in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro brutto. Der derzeitige Fördersatz liegt laut Max Kressirer (WGE) zwischen 40 und 50 Prozent. „Im Haushalt haben wir dafür noch gar nichts eingestellt“, erklärte der Bürgermeister auf Nachfrage aus dem Gremium. Wichtig sei es zunächst, eine genehmigte Planung zu haben.

Einsparpotenzial sah das Gremium bei den Fahrbahnmarkierungen: Einstimmig wurde beschlossen, auf eine Kennzeichnung der Ränder für 70 000 Euro zu verzichten. Weitere Möglichkeiten, Kosten zu sparen, sah Kressirer nicht. „Es gibt rechtliche Grundlagen, an die wir uns halten müssen. Ich glaube, das ist ausgereizt“, sagte der Rathauschef.

Einmütig stimmte der Gemeinderat der Planung zu. Die Verwaltung soll die Baugenehmigung bei der Regierung von Oberbayern beantragen. Diese ist die Voraussetzung für ein späteres Förderverfahren. Wann die Gemeinde dann von der Genehmigung Gebrauch mache, sei ihr überlassen, da sie nicht befristet sei. Vroni Macht

Heute um 18 Uhr

findet im Rathaus in Neufinsing die nächste Sitzung des Finsinger Gemeinderats statt. Unter anderem geht es um Ersatz- und Neubeschaffungen für die Feuerwehren Finsing und Eicherloh sowie um die Finanzplanung für die Haushaltsjahre 2018 bis 2021.

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