Damals nicht dabei war lediglich CSU-Ortsvorsitzender Robert Schönhofen (2. v. l.). Simon Kneißl (l.), Georg Kreuzer (2.v.r.) und Martin Hagn marschierten dagegen 1979 mit.  Fotos: CSU-Ortsverband Finsing
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Damals nicht dabei war lediglich CSU-Ortsvorsitzender Robert Schönhofen (2. v. l.). Simon Kneißl (l.), Georg Kreuzer (2.v.r.) und Martin Hagn marschierten dagegen 1979 mit.

Simon Kneißl entdeckt Aquarell zu historischer Fußwallfahrt auf Ebay

Gemälde nach langer Zeit zurück in Finsing

Ein altes Finsinger Gemälde entdeckte Simon Kneißl auf Ebay – und brachte es zurück in die Gemeinde. In den 80er Jahren hatte es der damalige Bürgermeister dem bayerischen Innenminister übergeben.

Finsing – Die Welt ist klein. Das zeigte sich erst kürzlich wieder in Finsing. Über den Online-Marktplatz Ebay konnte Simon Kneißl ein original Finsinger Gemälde zurück in die Gemeinde holen. Zum Kauf angeboten wurde das Gemälde als „Aquarell F.J. Strauß/G. Tandler über Altötting und Pilgerzug Finsing“. Es zeigt unter anderem die örtliche Kirche und soll an die Finsinger Fußwallfahrt nach Altötting erinnern.

Übergabe anno dazumal: der ehemalige Bürgermeister Peter Buchmann (l.) mit Innenminister Gerold Tandler.

Kneißl, der sich selbst an der Wallfahrt beteiligt hatte, erkannte den Zusammenhang und ersteigerte das Bild. Hintergrund der Wallfahrt war die 1977 durchgeführte Gebietsreform, bei der die Gemeinden Finsing, Neuching und Ottenhofen auf Probe für zwei Jahre zu einer Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Neuching zusammengeschlossen wurden.

Nachdem Finsing im September 1979 wieder zur selbstständigen Gemeinde bestimmt worden war, fanden sich auf Initiative einiger CSU-Mitglieder 26 Bürger vor der Kirche ein, um zum Dank nach Altötting zu pilgern. An die Fußwallfahrt erinnert das Aquarell, das dem bereits verstorbenen Finsinger Kunstmaler Alois Rupprich zugeschrieben wird. Einige Jahre nach der Wallfahrt übergab es der damalige Bürgermeister Peter Buchmann an den ehemaligen bayerischen Innenminister Gerold Tandler. Durch den späteren Verkauf des Altöttinger Hotels „Zur Post“, das jahrzehntelang im Besitz der Familie Tandler war, gelangte das Bild schließlich über mehrere Ecken auf Ebay, wo Kneißl es schließlich ersteigerte und nun zurück in die Gemeinde brachte.

Julia Adam

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