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Gemeinderat Finsing 

Kein Zuschuss für Fest der JFG Speichersee

Für ein Sommerfest mit Besuch aus den USA bekommt die JFG Speichersee keinen Zuschuss der Gemeinde Finsing.

Finsing– „Ich hätte nicht erwartet, dass sich die Mehrheit so bildet“, sagte Gemeinderat Dieter Heilmair (CSU) in der Finsinger Gemeinderatssitzung am Montagabend. Zuvor hatte der Großteil der Ratsmitglieder einen Antrag der JFG Speichersee auf Bezuschussung eines größeren Sommerfests abgelehnt.

Die Jugendfördergemeinschaft, in der sich Neuching und Finsing zusammengeschlossen haben, pflegt seit einiger Zeit den Kontakt zu einem großen Fußballclub aus den USA, heißt es in dem Antrag, den die Vorsitzenden Claus Tebart und Robert Edlfurtner an die Gemeinde gestellt haben.

Der aus der Nähe von Philadelphia stammende Verein sei ein möglicher Partnerverein für die JFG. Da sich demnächst mehrere Mannschaften in Europa aufhalten, habe sich die Gelegenheit ergeben, Ende Juni einen Besuch in Finsing zu organisieren.

An diesem Tag soll das JFG-Fest in größerem Stil, inklusive Turnier gegen vier Mannschaften aus den USA, steigen. „Es soll nicht nur ein Fest des Fußballs sein, sondern ein Fest der Freundschaft und Verbundenheit, wie diese seit langer Zeit zwischen unseren Gemeinden besteht. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung“, heißt es weiter in dem Antrag. Einen Zuschuss von insgesamt 3000 Euro hat sich die Fördergemeinschaft von den beiden Gemeinden erhofft. Die Summe sollte nach der jeweiligen Einwohnerzahl aufgeteilt werden. Für Finsing würde das einen Anteil von 1900 Euro, für Neuching 1100 Euro bedeuten.

Während Neuching den Zuschuss bezahlen wird (wir berichteten), hat die deutliche Mehrheit der Finsinger Gemeinderäte den Antrag abgelehnt. „Wir haben noch keinem Verein einen Zuschuss für ein Fest gegeben. Da haben wir bislang auch immer harte Entscheidungen getroffen und die Anträge abgelehnt. Außerdem bezahlen wir der JFG sehr viele Unterhaltsmaßnahmen“, begründete Bürgermeister Max Kressirer (WGE,).

Auch Anton Schnalke (WGE) erntete für die Aussage „Man kann feiern, wenn man sich das auch leisten kann“, die Zustimmung zahlreicher Ratskollegen. Franz Keimeleder (CSU) warnte vor den Folgen einer Zustimmung: „Wenn wir damit anfangen, kommen in kürzester Zeit alle.“

Anders sah es Heilmair. „Die JFG ist ein Verein, der reine Jugendarbeit betreibt. Außerdem geht es nicht nur ums Feiern, das Fest hat auch einen kulturellen Aspekt“, betonte er. Kontra gab ihm Martin Hagn (CSU): „Wo soll man da anfangen und wo aufhören? Frag doch mal den Schützenverein, wie viel dort in die Jugendarbeit gesteckt wird.“

Einen Lösungsvorschlag für die Zukunft lieferte Gertrud Eichinger (SPD). „Natürlich ist die Kulturförderung wertvoll, allerdings würden wir uns mit einem Kulturfonds leichter tun.“ Letztlich wurde der Antrag der JFG fast einstimmig abgelehnt. Lediglich Heilmair und Ludwig Lex (FWF) stimmten dafür.

Julia Adam

Rubriklistenbild: © dpa

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