Gemeinderat Finsing 

Mensa-Umbau so schnell wie möglich

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Der Finsinger Gemeinderat hat dem Umbau der Mensa an der Grund- und Mittelschule zugestimmt. Die Maßnahme ist dringend nötig – auch wenn die geschätzten Kosten deutlich höher sind als gedacht.

Finsing– „Was die Damen in der Mensa momentan leisten, grenzt an Zauberei“: So brachte Architekt Markus Heilmaier in der Gemeinderatssitzung am Montagabend auf den Punkt, warum die Mensa der Grund- und Mittelschule Finsing dringend umgebaut werden müsse. Die Änderung war bereits in der Schulverbandsversammlung des Mittelschulverbands Finsing im November 2017 ein großes Thema (wir berichteten). Nun sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Heilmaier stellte dem Gemeinderat seine Pläne vor und gab zu: „Ich war schon überrascht, als ich die Summe gesehen habe. Diese Höhe hätte ich nicht erwartet.“ Aus der ersten Kostenschätzung von etwa 100 000 Euro waren nach detaillierter Planung rund 250 000 Euro brutto geworden, die nun auf die Gemeinde zukommen. Dennoch beschlossen die Räte einstimmig, den Umbau anzupacken.

Gegenwärtig platzt die Mensa aus allen Nähten. Vor allem der Bereich mit Geschirrrückgabe und Spülküche ist sehr beengt. Ursprünglich für 100 Schüler ausgelegt, werden hier mittlerweile 170 Hungrige versorgt – Tendenz steigend. Die Planung sieht vor, den bisherigen Pausenverkauf des Hausmeisters in den Eingangsbereich zu verlegen. Dafür können Teile der Raumabtrennung weiterverwendet werden. Die bisherige Spülküche wird die neue Essensausgabe. Die neue Spülküche, die im früheren Pausenverkauf eingerichtet wird, wird nach dem Umbau fast dreimal so groß sein.

Eine Arbeitserleichterung für die Frauen in der Mensa wird auch die neue, sogenannte Haubenspülmaschine. Das schnelle Gerät ist auch dringend nötig: Immerhin essen die Kinder derzeit in bis zu vier Etappen, dazwischen muss immer wieder Geschirr gespült werden.

Neue Spülmaschine kostet 10 000 Euro

Dass der Umbau teurer werden soll als zunächst geschätzt, liegt an der nun konkreteren Planung. Allein 35 000 Euro wird die Einrichtung der Spül- und Ausgabeküche kosten, davon entfallen 10 000 Euro auf die neue Maschine. Einen großen Posten, nämlich 42 000 Euro, werden die Schreinerarbeiten einnehmen. Und für den Trockenbau werden 20 000 Euro geschätzt. Hinzu kommen Estrich- und Fliesenlegearbeiten, der Trockenbau und die Maurer. Nicht zu vergessen sind 60 000 Euro für Planungskosten und Honorare.

„Mit dem Umbau kann die doppelte Menge Essen ausgegeben werden“, schätzte Heilmaier. Und dennoch wird auch diese Maßnahme nicht lange vorhalten. „Wir haben hier nur eine Übergangslösung“, erklärte Bürgermeister Max Kressirer (WGE). In den kommenden Jahren werde die Schülerzahl weiter ansteigen, außerdem stehe die politische Entscheidung über eine Ganztagsbetreuung nach wie vor aus. Dennoch ließen sich die Kosten nicht sparen, denn die Situation in der Finsinger Mensa müsse bald entschärft werden.

Nun soll ein Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden, damit der Umbau baldmöglichst starten kann. Allerdings gibt es noch bürokratische Hürden zu überwinden: „Wir müssen mit dem Landratsamt klären, inwieweit die Maßnahme baugenehmigungspflichtig ist“, erklärt Geschäftsleiter Helmut Fryba auf Nachfrage. Muss ein Bauantrag gestellt werden, was wegen des Brandschutzes durchaus passieren könne, könnte sich das Verfahren um Monate hinziehen, da das Landratsamt derzeit „gut ausgelastet“ sei.

Von Henry Dinger

Rubriklistenbild: © dpa

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