Trotz seinen 90 Jahre kümmert sich Fritz Suttner (vorne) leidenschaftlich gerne um den Bühnenbau für das Eicherloher Theater. Auf und hinter der Bühne werden ab kommendem Freitag (stehend, v. l.) Margit Rüdiger, Anton Kollmannsberger (Souffleur), Jakob Reiser (Spielleiter), und Sigi Käser sowie (sitzend, v. l.) Julia Käsmaier, Bernadette Bachschneider, Luise Fischer, Stefan Zerndl und Anton Schnalke zu sehen sein. Nicht auf dem Bild: Tobias Mayr, Sebastian Kollmannsberger und Sebastian Staudt.
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Trotz seinen 90 Jahre kümmert sich Fritz Suttner (vorne) leidenschaftlich gerne um den Bühnenbau für das Eicherloher Theater. Auf und hinter der Bühne werden ab kommendem Freitag (stehend, v. l.) Margit Rüdiger, Anton Kollmannsberger (Souffleur), Jakob Reiser (Spielleiter), und Sigi Käser sowie (sitzend, v. l.) Julia Käsmaier, Bernadette Bachschneider, Luise Fischer, Stefan Zerndl und Anton Schnalke zu sehen sein. Nicht auf dem Bild: Tobias Mayr, Sebastian Kollmannsberger und Sebastian Staudt.

Bei den Goldachtalern Eicherloh unverzichtbar

Fritz Suttner: 90 Jahre und kein bisschen theatermüde

Das perfekte Bühnenbild ist bei den Goldachtalern Eicherloh die Aufgabe von Fritz Suttner. Trotz seiner 90 Jahre kümmert er sich noch immer darum.

Eicherloh – Fritz Suttner gehört zur Theatergruppe des Trachtenvereins Goldachtaler Eicherloh wie der Vorhang zur Bühne. Da sind sich die Mitglieder einig. Und ans Aufhören denkt er noch lange nicht: Trotz seiner 90 Jahre spielt Suttner Jahr für Jahr eine wichtige Rolle für die Aufführungen: Er kümmert sich ums perfekte Bühnenbild.

Bis 2005 stand Suttner noch selbst auf der Bühne

Beobachtet man Fritz Suttner bei den Vorbereitungen für das jährliche Theater der Goldachtaler Eicherloh, entsteht schnell der Eindruck, dass Suttner noch so manch 70-Jährigem einiges voraus hat. Und das bestätigen auch die Aktiven der vereinseigenen Theatergruppe. Suttner ist für sie fester Bestandteil – inklusive Engagement, guter Laune und immer einem flotten Spruch auf den Lippen.

Aktiv bei den Goldachtalern ist der Eicherloher seit 1977. Er erinnert sich noch gut an das erste Stück, bei dem er selbst auf der Bühne gestanden hatte: „Urlaub vom Doppelbett“, das das damals noch im Gasthaus Faltermaier aufgeführt wurde. Bis 2005 war Suttner immer in unterschiedlichen Rollen zu sehen – seit 1990 stets auf selbst erbauten Bühnen.

Bühnenbau, Vorhang, Spezialeffekte

Inzwischen hat er sich vom aktiven Spielen zurückgezogen, beim Bühnenbau engagiert er sich jedoch nach wie vor. „Das macht mir einfach Freude“, sagt er. Bei den jährlich stattfindenden Aufführungen kümmert sich Suttner nach wie vor zudem um das Öffnen und Schließen des Vorhangs und notwendige Spezialeffekte. „Ich kann mich noch gut an das technisch aufwändigste Stück erinnern“, verrät er im Gespräch mit der Heimatzeitung. In „Da Himme wart ned“ sorgte er beispielsweise für Schubladen, die sich von Geisterhand öffneten. „Wenn man aber nur das Bühnenbild betrachtet, war das bei ,Graf Schorschi‘ um einiges schwieriger“, erinnert er sich. Suttner ist sich bewusst, dass er den Bühnenbau früher oder später nicht mehr alleine stemmen kann, weshalb er aktuell bereits die Nachfolger Alexander Eberherr und Michael Stöckel anlernt. „So lange ich noch helfen kann, tu ich das aber auch“, erzählt er lachend. Froh darüber ist auch Spielleiter Jakob Reiser. Er beschreibt Suttner als „absolut zuverlässig, sehr verträglich und überhaupt nicht empfindlich“.

Das aktuelle Stück: „Wählen Sie Franz Krakauer!“

Aktuell laufen die Vorbereitungen für das diesjährige Theaterstück, dessen Bühne wieder aus Suttners Hand stammt. Passend zur Kommunalwahl spielen die Eicherloher Toni Lauerers „Wählen Sie Franz Krakauer!“ Sigi Käser verkörpert dabei den Metzgermeister Krakauer, der mit dem amtierenden Bürgermeister mehr als unzufrieden ist.

Kurzerhand entschließt er sich deshalb dazu, selbst zu kandidieren, was Krakauers Ehefrau (Margit Rüdiger) überhaupt nicht gefällt. Sie weiß sich zu helfen und sorgt mit einer Probe-Wahlveranstaltung dafür, dass ihrem Mann die Lust auf den Bürgermeistersessel gehörig vergeht.

Premiere am Freitag, 13. März

Premiere feiert die Komödie am Freitag, 13. März, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Eicherloh. Gespielt wird zudem am Freitag, 20. und 27. März, sowie Samstag, 14., 21. und 28. März, jeweils um 19.30 Uhr. Zu sehen gibt es das Stück zudem am Sonntag, 22. und 29. März, jeweils ab 18 Uhr. Tickets für je neun Euro gibt’s an der Abendkasse und können telefonisch am Mittwoch, 18. und 25. März, von 18 bis 19 Uhr unter Tel. (0 81 23) 9 89 98 44 reserviert werden.

Julia Adam

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