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Symbolträchtiger Akt bei der Grundsteinlegung (v.l.): Architekt Markus Heilmaier, Schulleiter Stephan Rettig und Bürgermeister Max Kressirer packten die aktuelle Ausgabe des Erdinger Anzeigers, etwas Münzgeld und die Baupläne in eine Zeitkapsel, die eingemauert wird und das Projekt für die Nachwelt dokumentieren soll. 

Neue Finsinger Schulturnhalle

Grundsteinlegung für „gewaltiges Projekt“

Die Gemeinde Finsing nimmt das nächste Großprojekt in Angriff. Der Startschuss für die neue Schulturnhalle ist gefallen. Der umbaute Raum entspricht einem halben Fußballfeld.

von Vroni Vogel

Finsing„Heute ist ein großer Tag, ein ganz besonderes Ereignis.“ Mit diesen Worten begrüßte Finsings Bürgermeister Max Kressirer gestern die Gäste zur Grundsteinlegung der neuen zweieinhalbfach Turnhalle auf dem Schulgelände. Es seien im Gemeinderat viele Beschlüsse „in großer Einstimmigkeit bei einem gewaltigen Projekt“ mit Kosten von rund fünf Millionen getroffen worden. Basierend auf einer „verantwortungsvollen Finanzplanung“ hätten das Ratsgremium und der Schulverband an der steten Weiterentwicklung der Schule gearbeitet. Kressirer nannte die energetische Sanierung, den Westtraktbau und die Mensa. Jetzt steht die neue Halle an, um den Raumbedarf für den Sport zu decken. In einem Jahr soll sie fertig sein.

Der Finsinger Gemeindechef begrüßte alle am Bau Beteiligten, darunter Vertreter der Planungsbüros und der ausführenden Firmen, der Kommunalpolitik, der Schule und des Schulverbands, das Mitarbeiterteam von Rathaus und Bauhof, Pfarrer Norbert Joschko, Altbürgermeister Heinrich Krzizok und Hausmeister Johann Forster. Ingesamt seien „viele fleißige Hände“ tätig. Die große, „sehr transparente Halle“, so Kressirer, trage die Handschrift der Erdinger Planungsgruppe Heilmaier.

Architekt Markus Heilmaier kennt den Schulkomplex als langjähriger Planer sehr gut. Die bestehende Gymnastikturnhalle soll für den Ganztagesbetrieb umgebaut werden, zumal sich die Schullandschaft rasant verändere, wie Schulleiter Stephan Rettig ausführte. Von den rund 450 Kindern und Jugendlichen, die an der Finsinger Schule unterrichtet werden, würden etwa 200 die Ganztagesbetreuung nutzen. Der Rektor dankte für „die zukunftsweisende Entscheidung“, die der Schule sehr viel bringe. „Ich hoffe, dass die ambitionierte Zeitschiene eingehalten wird“, sagte Rettig.

Architekt Heilmaier nannte Zahlen. Das Gebäude entstehe auf 2000 Quadratmetern Grundfläche. Der umbaute Raum betrage 17 000 Kubikmeter. Heilmaier verglich den Umgriff mit einem halben Fußballfeld. Die Schulsporthalle lasse sich „nicht einfach so hinter einem Baum verstecken“, meinte der Architekt. Der Bau soll ins Gelände am Finsinger Hang eingepasst und auf das schulische Gesamtareal abgestimmt werden. Der Erdinger Architekt nannte den Turnhallenbau fürs Schulleben „existenziell“ und lobte die „Weitsicht“, die es ermöglichte, das Gebäude zu errichten.

Das große Bauprojekt wurde symbolträchtig für die Nachwelt dokumentiert: So packten Bürgermeister, Architekt und Schulleiter die aktuelle Ausgabe des Erdinger Anzeigers, etwas Münzgeld und die Baupläne in eine Zeitkapsel, die in den Grundstein eingemauert werden. Zur Feierstunde unter freiem Himmel spielte die „Hoanzmusi“. Für die Bewirtung sorgte Richard Sedlmair.

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