Unwetter in Bayern: Amtliche Warnung vor schweren Gewittern und heftigem Starkregen

Unwetter in Bayern: Amtliche Warnung vor schweren Gewittern und heftigem Starkregen
Die Erweiterung der Finsinger Schule, hier fotografiert mit der neuen Turnhalle im Vordergrund, ist eines der dringendsten Themen in der Gemeinde.
+
Die Erweiterung der Finsinger Schule, hier fotografiert mit der neuen Turnhalle im Vordergrund, ist eines der dringendsten Themen in der Gemeinde.

Gemeinde verschiebt zahlreiche Projekte ins Jahr 2025 oder später

Das große Finsinger Streichkonzert

Das große Finsinger Streichkonzert Gemeinde verschiebt zahlreiche Projekte ins Jahr 2025 oder später – „Probleme nicht nur coronabedingt“

Finsing – Die Finsinger Gemeinderäte haben auf Empfehlung des Finanzausschusses in der letzten Sitzung vor der Sommerpause radikal den Rotstift angesetzt.

Nahezu auf alle angestrebten Projekte muss aus zweierlei Gründen in den kommenden Jahren vorerst verzichtet werden: Neben der ohnehin angespannten finanziellen Situation der Gemeinde bereitet die durch Corona ungewisse wirtschaftliche Lage den Finsingern Sorgen. In der Sitzung beschäftigten sich die Ratsmitglieder deshalb noch einmal ausführlich mit den zuvor vom Finanzausschuss ausgearbeiteten Einsparmöglichkeiten (wir berichteten). Viel Spielraum blieb allerdings nicht.

Bürgermeister Max Kressirer (WGE) sprach davon, dass man zahlreiche Maßnahmen nicht nur einbremsen könne, sondern das auch unbedingt müsse. Dass die Erweiterungen des Kindergartens Zur Sonnwend in Neufinsing sowie die der Grund- und Mittelschule nicht zu den Vorhaben gehören, auf die man verzichten könne, ist den Gemeinderäten klar. Dennoch werde eine gleichzeitige Verwirklichung beider Projekte Schwierigkeiten mit sich bringen, fürchtet Kressirer.

„Wir müssen die Planung für die Schule machen. Wir wissen schließlich, welche Schülerzahlen in den nächsten Jahren auf uns zukommen werden“, erklärte er. Zwar habe man die Planungskosten für das aktuelle Haushaltsjahr auf 100 000 Euro reduzieren können, diese seien jedoch unvermeidbar. Im nächsten Jahr schlägt der Erweiterungsbau mit drei Millionen Euro zu Buche, 2022 mit 2,4 Millionen und 2023 mit 500 000 Euro.

Ebenfalls 2021 fällig ist die Erweiterung des Kindergartens Zur Sonnwend. Mit Kosten von insgesamt 3,5 Millionen Euro wird aktuell gerechnet. 2022 möchte man die Erweiterung nutzen können, denn dann ist eine energetische Sanierung des bisher bestehenden Teils des Kindergartens für etwa 1,3 Millionen Euro notwendig. „Mit dem Erweiterungsbau haben wir räumliche Ausweichmöglichkeiten während der Sanierung“, begründete Kressirer.

Nicht mehr vermeiden lassen sich auch die Kosten für den Tribünenbau des FC Finsing. 750 000 Euro wurden bereits investiert. Knapp 1,3 Millionen Euro werden 2020 noch ausgegeben. Rats- und FC-Mitglied Ludwig Lex nutzte die Sitzung, um zu betonen, dass man seitens des Fußballvereins versuche, so viel wie möglich in Eigenleistung zu verwirklichen. „Wir probieren alles, was geht und sind uns nicht zu schade für die Arbeit“, versicherte er.

Für Unstimmigkeiten sorgten die Planungskosten für die Dorferneuerung Finsing von 250 000 Euro. Auch sie werden ins Haushaltsjahr 2025 verschoben. Eine Vorgehensweise, die der Freien Wählergruppe Finsing um Lex, Andreas Wimmer und Franz Keimeleder wenig sinnvoll erschien. „Die Planungen sollten wenigstens so weit vorangeschritten sein, dass wir spontan handeln könnten“, forderte Lex. Man solle flexibel auf mögliche Veränderungen in der Konjunktur reagieren können.

Kressirer bezeichnete die Einstellung der Fraktion als sehr optimistisch. „Unsere Probleme sind nicht nur corona-bedingt“, betonte er. Zudem sei alles Wesentliche in Sachen Dorferneuerung bereits festgezurrt, lediglich die Detailplanung fehle. „Wir sollten nicht jetzt Geld für etwas ausgeben, das wir in den nächsten Jahren ohnehin nicht machen können, wenn wir die finanziellen Mittel an anderen Stellen brauchen.“

Alle Projekte, die nicht dringend notwendig sind, haben die Ratsmitglieder – mit sichtlichem Bedauern – vorerst ins Haushaltsjahr 2025 oder später verschoben. Dazu gehören unter anderem die energetische Sanierung des Kindergartens Eicherloh (500 000 e), die Sanierung der Regenwasserkanalisation Finsing (7 Millionen Euro), die Straßenverbreiterung und der Bau des Radwegs im Kirchenweg (2 Millionen), die Sanierung der Eicherloher und Finsinger Straße (650 000), die Außensanierung des Bauhofs (550 000) sowie der Bau eines Hochbehälters für die Wasserversorgung (1,2 Millionen). Kressirer betonte, ihm sei klar, dass es sich um enorme Einschränkungen handele. 2021 könne man sich erneut Gedanken machen, „ob und was man zurückholen kann“, versprach er. 

Julia Adam

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Unterschätzen darf man mich nicht“
In die großen Fußstapfen von Franz Hofstetter tritt Stefan Haberl.
„Unterschätzen darf man mich nicht“
Bürgermeister Mücke: Noch braucht’s keinen Hubschrauber, um aus Oberding rauszukommen
Diverse Baustellen bereiten den Bürgern in der Gemeinde Oberding angesichts der ohnehin schon angespannten Verkehrslage Sorgen. Unter anderem darüber spricht …
Bürgermeister Mücke: Noch braucht’s keinen Hubschrauber, um aus Oberding rauszukommen
Brief an Söder: Freie Wähler fordern sofortige Beerdigung der Startbahn-Pläne
Die Freien Wähler fordern in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder, die Startbahn-Pläne sofort zu beerdigen. Corona biete den perfekten Zeitpunkt dafür.
Brief an Söder: Freie Wähler fordern sofortige Beerdigung der Startbahn-Pläne
Horror-Unfall auf der B20: Vier junge Männer sterben nachts beim Versuch zu Überholen - Neue Details zu den Opfern
In der Nacht auf Montag ereignet sich in Ascha (Landkreis Straubing-Bogen) ein schrecklicher Verkehrsunfall, der vier Leben kostet. Schuld ist ein missglückter …
Horror-Unfall auf der B20: Vier junge Männer sterben nachts beim Versuch zu Überholen - Neue Details zu den Opfern

Kommentare