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Freude über 9+2 in Finsing: Stephan Rettig und Max Kressirer (r.).  

Jahresrückblick: Finsing

9+2 in Finsing: Polit-Zankapfel vom Tisch?

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In zwei zusätzlichen Schuljahren auf der Mittelschule zur Mittleren Reife: Das ist in den sogenannten Vorbereitungsklassen, so der neue Name des 9+2-Modells, möglich – seit diesem Schuljahr auch in Finsing.

Finsing– Mit 23 Schülern ist der Zweig gestartet. Inzwischen besuchen laut Schulleiter Stephan Rettig noch 21 Mädchen und Buben von den Mittelschulen Isen, Wörth, Forstern, Oberding, Altenerding und Finsing das Angebot. Ein Schüler sei in die M10 an die Mittelschule Erding gewechselt und ein Mädchen habe sich kurzfristig für die Aufnahme einer Ausbildung entschieden.

„Die Schülerinnen und Schüler sind rasch zu einer tollen Klassengemeinschaft zusammengewachsen“, freut sich Rettig. Unter der Leitung von Klassenlehrerin Christina Lehmer findet im Oktober eine erste Klassenfahrt mit Kennenlern- und Teambildungsmaßnahmen statt. „Die Schülerinnen und Schüler sind hoch motiviert und arbeiten vorbildlich im Unterricht mit“, bilanziert Rettig.

Schon während der Klassenbildungsphase habe man engen Kontakt zur Marie-Pettenbeck-Schule Wartenberg gehabt und sich über die pädagogische wie inhaltliche Ausrichtung einer Vorbereitungsklasse 1 informiert. Zudem sei in enger Zusammenarbeit mit dem Schulamt Erding sichergestellt worden, dass die Klassen an beiden Standorten das gleiche Anforderungsprofil haben.

Auch wenn es jetzt läuft: Der Weg zum 9+2 ist für Finsing steinig. Bereits im März 2016 erfolgt die Bewerbung um den Standort. Auch Isen und Wörth wollen das Modell. Während Wörth schnell aus dem Rennen ist, fällt für Isen im Kreistag eine indirekte Entscheidung: Obwohl das Schulamt noch gar nicht entschieden hat, wird beschlossen, die Schülerbeförderungskosten dorthin zu übernehmen.

Es kommt zu einigen politischen Querelen unter anderem zwischen Bürgermeister Max Kressirer (FW), Landrat Martin Bayerstorfer (CSU), Neuchings Bürgermeister Hans Peis (CSU) als Mitglied von Kreistag und Schulverbandsversammlung sowie Dieter Heilmair. Der Finsinger Gemeinde- und Schulverbandsrat und gibt aufgrund der Reibereien gar seinen Posten als Chef des CSU-Ortsverbands aus.

Erneut dicke Luft herrscht im November beim Thema Schülerbeförderung. Die übernimmt Finsing selbst, obwohl der Landkreis gerne zahlen möchte.

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