Kein ungewohntes Bild mehr: Einige Sportvereine haben sich Defibrillatoren angeschafft.
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Kein ungewohntes Bild mehr: An immer mehr öffentlichen Stellen hängen Defibrillatoren.

Geräte sollen öffentlich zugänglich sein – Förderantrag gestellt

Finsing will mehr Defibrillatoren: Jeder soll Leben retten können

Mehr öffentlich zugängliche Defibrillatoren soll es vielleicht bald in der Gemeinde Finsing geben. Der Gemeinderat hat beschlossen, einen Förderantrag für vier Geräte zu stellen.

Finsing - Finsing will vier neue Defibrillatoren anschaffen und dafür Fördergeld erhalten. Wie viele dann tatsächlich gekauft werden, möchte man von der Fördersumme abhängig machen.

Hintergrund für die Debatte war ein Antrag, in Eicherloh einen öffentlich zugänglichen Defibrillator zur Verfügung zu stellen. Dieser könne Leben retten. Bisher gibt es in der Gemeinde Finsing zwei der medizinischen Geräte – einen in der Geschäftsstelle der VR-Bank an der Hauptstraße in Neufinsing und einen an der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Finsing an der Neufinsinger Straße.

Dem Antrag folgte eine längere Debatte, denn eigentlich sei man in der Gemeinde durch die First Responder sehr gut und zuverlässig versorgt, meinte Bürgermeister Max Kressirer (WGE). Diese schafften es innerhalb von zehn Minuten zum Einsatzort. „So lange würde man vermutlich auch brauchen, um loszulaufen und einen Defi zu holen“, meint Kressirer und ergänzt: „Da wäre es sinnvoller, auf die First Responder zu warten und in der Zwischenzeit selbst die bestmögliche Hilfe zu leisten. Wir haben von unseren Respondern bisher ausschließlich professionelle Hilfe erfahren.“

Bernhard Faschinger (Parteilos) erklärte, dass die Defibrillatoren nicht für einen Ersthelfer alleine gedacht wären. „Wenn, dann muss natürlich eine Person bleiben und die Hilfsmaßnahmen durchführen, während sich die zweite Person um den Defibrillator kümmert.“ Dennoch appelliert Faschinger, weitere Defibrillatoren anzuschaffen. „Die können lebensrettend sein und die Benutzung ist quasi selbsterklärend. Es bringt nichts, wenn die irgendwo eingesperrt sind. Die müssen öffentlich zugänglich sein“, betont er.

Als sinnvoll erachten würden die Räte Defibrillatoren dort, wo sich viele Menschen aufhalten, etwa am Badeweiher, am neuen Sportgelände und in den Bürgerhäusern. Der entsprechende Antrag für vier Defibrillatoren soll gestellt werden. Man will aber von der Fördersumme abhängig machen, wie viele Geräte gekauft werden.

Priorität haben der Badeweiher und das Sportgelände, denn bei Veranstaltungen in den Bürgerhäusern sei die Freiwillige Feuerwehr normalerweise ohnehin vor Ort. Gemeinderätin Andrea Struck (Bündnis 90/Die Grünen) schlug vor, die Anschaffung der Defis publik zu machen. „Man könnte das mit einer Schulung oder Ähnlichem verbinden, damit die Leute Bescheid wissen, wo sie sie finden und, wie man sie benutzt.“

Julia Adam

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