Brand in Reifenlager: Polizei warnt Anwohner in Feldkirchen

Brand in Reifenlager: Polizei warnt Anwohner in Feldkirchen
+
Die große Festgemeinde ließ Jubilar Sepp Popp (vorne M.) zu seinem Geburtstag hochleben. Mit dabei waren neben Tochter Angelika Stangl (unten l.), Tochter Ingrid Leipert (oben l. mit rotem Kleid) und Sohn Josef Popp (oben M. mit weißem Bart) auch Vizebürgermeister Andreas Wimmer (links hinter Popp) und Vizelandrat Jakob Schwimmer (r.).

Josef Popp 90  aus Finsing

Knapp 100 Gratulanten

Knapp 100 Gästen kamen zur Geburtstagsfeier von Josef Popp zum Neuwirt in Oberneuching. 

Oberneuching/Finsing Wenn Josef Popp einlädt, dann lässt sich das keiner entgehen: Knapp 100 Gäste kamen zum großen Fest vom Sepp, der seinen 90. Geburtstag beim Neuwirt in Oberneuching feierte.

Der Finsinger ist „als Grenzgänger“ bekannt, wenn er zum Seniorennachmittag ins Geltinger Bürgerhaus geht, zu Veranstaltungen im Pflegestern Neufinsing oder zum Hasi in Markt Schwaben. Überall trifft der gesellige und fröhliche Jubilar Freunde und Bekannte. „Und das sind viele“, erzählt der gebürtige Finsinger, der seiner Heimat immer treu geblieben ist. Diese verließ er nur, als er im Januar 1945 noch eingezogen wurde. Er kam zur Flak nach Augsburg, dann nach Thüringen und Nordhausen, geriet in amerikanische Gefangenschaft und sollte nach München entlassen werden.

Da aber München „dem Erdboden gleich war“, gelang ihm nur dank einer geschickten Ausrede die Heimfahrt. „Ich will nach Finsing, Kreis Erding, Regierungsbezirk Regensburg“, erzählte er dem Amerikaner – und kam so per Transport nach Plattling, später zu Fuß, mit dem Auto, auf dem Pferdefuhrwerk und sogar auf dem Gepäckträger eines Radlers zurück. Im Juli 1945 stand er wieder in der elterlichen Wohnstube.

Ein weiteres Jahr verging, und der Jubilar verliebte sich in Ilse, die aus Tschirner-Troppau vertrieben worden war. Ein Jahr später erblickte Tochter Ingrid das Licht der Welt. Die junge Familie wohnte auf dem elterlichen Bauernhof. Trauen ließ sich das Paar erst im April 1955, „zusammen mit fünf anderen Paaren in Altötting“, schwärmt er noch heute. Die Kinder Josef und Angelika machten das Glück perfekt.

Urlaub kannten die Popps nicht, denn der Bauernhof war zu bewirtschaften. Er wurde 1998 an Sohn Josef und Schwiegertochter Gabriele übergeben. Im alten Bauernhaus verbringt der rüstige Rentner nun seinen Lebensabend. 

Mitglied in unzähligen Vereinen

Ehefrau Ilse verstarb im Juli 2009, und Popp betont immer wieder: „Ich hätte keine bessere Frau bekommen können.“ Er, der immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat, dem der Schalk aus den Augen blitzt, der seine Umgebung zum Lachen bringt, zeigt hier seine weiche Seite.

Popp ist seit über 65 Jahren Mitglied beim BRK Markt Schwaben, fuhr 40 Jahre lang Einsätze an den Wochenenden und ist schon seit Jugendtagen Mitglied der Feuerwehr Finsing. „Es gibt keinen Verein, wo ich nicht dabei bin“, erzählt er – ob Schützenverein, Gartenbauverein, Kriegerverein und bei den Finsinger Sängern, die ihm nun musikalische Geburtstagswünsche überbrachten.

Außerdem trat der Popp Sepp als Faschingsfan früher beim Mütterfasching mit den Jugendlichen auf, seine Frau saß im Publikum und konnte herzhaft lachen. Auch heute noch geht der gelernte Zimmerer, der bei vielen Baufirmen gearbeitet hat und beim Bau der Kanalbrücke in Alt-Finsing unter der Firma Moll aktiv war, gern zum Fasching. Am Rosenmontag konnte man ihn bei bester Stimmung im Pflegestern in Finsing treffen. „Leider ist die Dame, mit der ich den letzten Tanz machen wollte, vorzeitig heim gegangen“ bedauert er, aber schon blitzt wieder sein schelmisches Lachen durch, denn „die sehe ich ja bald wieder“.

Er trinkt keinen Alkohol, denn schließlich ist er mit dem Auto unterwegs. „Große Strecken fahre ich nicht mehr, aber ich bin froh, dass ich noch so mobil bin“, sagt Popp, der ohne Probleme die Treppenstufen meistert. „Es geht mir gut und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt.“ Schließlich will er noch viel Zeit mit seinen acht Enkeln und zwölf Urenkeln verbringen. Elvi Reichert

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Neues Nein zur Montessori-Schule
Die Regierung von Oberbayern bremst die Montessori-Schule in Taufkirchen erneut aus. Die Behörde kritisiert, dass die neue Schule „hinter den öffentlichen Schulen …
Neues Nein zur Montessori-Schule
AfD-Politiker spricht in Kürze in Dorfen: So organisiert sich ein heftiger Widerstand im Ort
In zwei Wochen wird ein AfD-Politiker in Dorfen sprechen, dagegen gibt es heftigen Widerstand. Die Parteikritiker organisierten eine Gegenveranstaltung – mit vergifteter …
AfD-Politiker spricht in Kürze in Dorfen: So organisiert sich ein heftiger Widerstand im Ort
„Ich lebe meinen Traum!“
Farbe, Licht und nackte Füße – das zeichnet das Bühnenbild der Musikerin Ama Pola bei ihrem CD-Release aus. Vor 200 Leuten stellte die Berglernerin ihre eigene Musik vor.
„Ich lebe meinen Traum!“
„Eine tote Innenstadt kann keiner wollen“
Die Digitalisierung stellt unsere Welt auf den Kopf. Neue Jobs, neue Geschäftsmodelle, neue Hobbys, Hoffnungen und Ängste – der Wandel ist überall spürbar. Wie verändert …
„Eine tote Innenstadt kann keiner wollen“

Kommentare