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Sehr gefragt: Kathi Junker aus Finsing singt oft auf Hochzeiten oder anderen Familienfeiern.

Kathie Junker aus Finsing

Trotz YouTube-Karriere bleibt Singen ein Hobby

Finsing – Hochzeiten, Geburtstage oder andere Feierlichkeiten – besonders in den warmen Monaten ist Kathi Junker als Sängerin gefragt. Vor Kurzem hat die 20-jährige Finsingerin, die bereits mehrmals ausgezeichnet wurde, für die Firma „All about Video“ professionell Kinderlieder aufgenommen, die es demnächst auf YouTube zu hören gibt.

Schon ihr ganzes Leben lang ist Kathi Junker der Musik verfallen. Ihr musikalischer Lebenslauf begann mit Hackbrett-Unterricht im Bereich Klassik und Volksmusik – sieben Jahre lang. Die Finsingerin merkte dann, dass ihr das Genre Pop und Rock noch mehr zusagt. 2006 spielte Junker in ihrer ersten Schülerband, 2011 in der ersten Coverband. Außerdem war sie in mehreren Chören – unter anderem bei Johannes Appelshofer, der den Tölzer Knabenchor unterrichtete.

Des Weiteren hatte die 20-Jährige ein halbes Jahr lang klassischen Gesangsunterricht. Gitarre und auch ein wenig Klavier hat sich Junker über die Zeit selbst beigebracht. Die vielen Jahre Erfahrung und Übung merkt man der jungen Frau an. Mit ihrer facettenreichen Stimme ist sie in den Musikrichtungen Pop, Rock, Country, Jazz, Musical oder Gospel vielseitig aufgestellt. Ihr Talent beweist Junker auch im Internet. Das Cover von „Weilst a Herz host wia a Bergwerk“ hat auf der Plattform You Tube fast 14 500 Aufrufe. Auf ihrer Facebook-Seite gibt es einen Ausschnitt ihrer eindrucksvollen Version des schweren Kirchen-Klassikers „Hallelujah“ zu hören.

Mittlerweile hat Junker in mehreren Bandprojekten mitgewirkt. Aktuell singt sie nicht nur in der Tanz- und Partygruppe „Walter Autsch Band“. „Zembiotix“ nennt sich ihr elektronisches Duo mit Beatboxer und Loopstation, mit der sie Cover neu interpretiert und bald auch eigene Songs machen will. Mit Zembiotix erreichte Junker im Juni 2015 den dritten Platz bei einem Münchner Bandwettbewerb. Die Finsingerin wurde schon mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit einem Newcomer-Award oder dem Sinnflut Nachwuchsförderpreis (beide aus dem Jahr 2012).

Aber auch solo ist Junker viel unterwegs und wird häufig als Sängerin für Familien-Feierlichkeiten gebucht. Die Monate April bis September sind besonders für Hochzeiten beliebt. „Im Jahr habe ich circa 35 Auftritte, aber im Sommer ist es eben immer geballt“, berichtet die 20-Jährige. Oft wird sie hier nur auf der Gitarre begleitet oder als Solistin mit Halbplaybacks gebucht. Die vielen positiven Bewertungen machen die Finsingerin „sehr stolz“ und sind ihr wichtig.

Junker ist zudem auch Songwriterin. Vor sechs Jahren hat sie damit angefangen, eigene Soul-, Pop- und Rock-Nummern auf Deutsch und Englisch zu komponieren. „Im Moment ist das aber weniger geworden.“ Generell sind über die Jahre für die Musik einige andere Hobbys wie das Ski-Rennfahren gewichen. „Teilweise ist es schon schwierig, nach der Arbeit noch Zeit zu finden. Für mich ist das Singen aber einfach ein wahnsinniger Ausgleich und meine Leidenschaft“, erzählt die gelernte Kauffrau für Versicherungen und Finanzen.

Vor geraumer Zeit hat sie mit dem Grünwalder Unternehmen „All about Video“ einen Vertrag geschlossen und 20 Kinderlieder professionell in einem Studio eingesungen. Dazu gehören bekannte Nummern wie „Alle meine Entchen“ oder „Die Affen rasen durch den Wald“. Aktuell entstehen noch Animationsvideos, dann werden die Lieder Schritt für Schritt auf YouTube veröffentlicht. „Eine Studioaufnahme ist etwas ganz anderes, man muss sich noch mehr konzentrieren, klar und gefühlvoll zu singen“, beschreibt Junker, die aber viel Freude an diesem Job hatte.

In ihrer Heimatgemeinde Finsing unterstützt die 20-Jährige auch heuer den Kulturverein und Burschenverein beim Eicherloher Bandabend im Park und kümmert sich um die Musikorganisation.

Wegen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in einem Kindergarten ist Junker nach München gezogen. Nach dem Abitur möchte sie Soziale Arbeit studieren. Wieso nicht Spezialisieren auf die Musik? Junker: „Ich glaube, es könnte der Spaß an der Musik verloren gehen, wenn es darum geht, seine Existenz damit zu sichern. Es steckt viel Arbeit dahinter. Dann mache ich es lieber als Hobby und behalte meine Freude und mein Gefühl dabei.“

M. Ostermaier

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