Die ökologische Aufwertung und Verbesserung der gemeindlichen Flächen in Finsing hat sich Gemeinderat Bernhard Faschinger (Grüne) zum Ziel gesetzt (Symbobild).
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Die ökologische Aufwertung und Verbesserung der gemeindlichen Flächen in Finsing hat sich Gemeinderat Bernhard Faschinger (Grüne) zum Ziel gesetzt (Symbobild).

Blüh- und Brachflächen – Hinweise für rund 60 Grundstücke

Mehr Biodiversität in Finsing: Kleine Maßnahmen, „die keinem weh tun“

Die ökologische Aufwertung und Verbesserung der gemeindlichen Flächen in Finsing hat sich Gemeinderat Bernhard Faschinger (Grüne) zum Ziel gesetzt.

Finsing – Die ökologische Aufwertung und Verbesserung der gemeindlichen Flächen in Finsing hat sich Gemeinderat Bernhard Faschinger (Grüne) zum Ziel gesetzt. Vor einiger Zeit hatte er angeregt, sich mit der Thematik zu beschäftigen. In der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Umwelt und Energie konnte eine aktuelle Bestandsaufnahme der zuständigen Fachbehörde vorgestellt werden. Für rund 60 Grundstücke werden darin Hinweise, Denkanstöße und Verbesserungsvorschläge genannt.

„Im Detail geht es darum, dass man zum Beispiel die veralteten und nicht mehr zeitgemäßen Ökokontoflächen überarbeitet und den aktuellen Bedürfnissen, Schwerpunkten und Problemen in der heimischen Flora und Fauna anpasst“, erklärt Faschinger auf Nachfrage der Heimatzeitung. Diese seien bereits mindestens 20 Jahre alt und damals „relativ pauschal behandelt“ worden, wie es das Gremiumsmitglied ausdrückt.

Gepflanzt worden seien etwa oftmals Strauchgruppen, „was erst mal überhaupt nicht schlecht war oder ist“, wie er betont. Bei einer Anpassung der Flächen fordert er allerdings, diese auf die Anforderungen aktuell bedrohter Arten wie Kiebitz, Feldlerche oder Rebhuhn abzustimmen. „Schließlich soll die Ökokontofläche auch seinen Sinn haben und nicht nur da sein, damit sie auch da ist“, begründet er.

Bernhard Faschinger (Grüne) Der Gemeinderat setzt sich für die ökologische Aufwertung gemeindlicher Flächen ein.

Gemeinsam mit den Landwirten möchte Faschinger zudem verträgliche Lösungen die Biodiversität betreffend erarbeiten. „Kleine Insellösungen auf Feldern, schwierig zu bearbeitende Ecken oder Teilflächen“ nennt er als Beispiele. Diese könnten durch Blühflächen oder die Schaffung von Biotopen dem Insektensterben aktiv entgegenwirken, Rückzugs- und Brutgebiete für bedrohte Arten bieten. Faschinger schweben hier vor allem die von der Gemeinde verpachteten Flächen vor. Besonders wichtig sei dabei das Miteinander. „Der Landwirt soll überzeugt sein, dass er das Richtige tut, und soll einen Kostenausgleich dafür erhalten“, sagt Faschinger.

Nicht vergessen dürfe man zudem die innerörtlichen öffentlichen Flächen, die sich beispielsweise neben Spielplätzen befinden. Hierfür schlägt er entsprechende Ansaaten und zum Beispiel über Spenden finanzierte Obstbäume vor. Außerdem könne er es sich gut vorstellen, die Natur Kindern und Eltern über Schautafeln nahe zu bringen.

Insgesamt handle es sich, so Faschinger, um kleine, kostenmäßig untergeordnete Maßnahmen, „die keinem weh tun“. Bei einigen Überlegungen sieht er sogar eine Ersparnis an Arbeit und damit an Geld für den Bauhof. „Alle Maßnahmen werden durch die Untere Naturschutzbehörde begleitet, sodass auch die überregionale Sinnhaftigkeit gegeben ist“, erklärt Faschinger.

In der Ausschusssitzung wurden die Vorschläge der Unteren Naturschutzbehörde besprochen. Angesichts der großen Anzahl an Flächen hält Faschinger es für sinnvoll, eine Vorauswahl zu treffen – „die Flächen, wo wir mit wenig Geld das Beste rausholen können“, erklärte er. Anschließend sollen die Vorschläge im Gemeinderat besprochen werden.

Vor allem Blühwiesen und Schautafeln an den öffentlichen Flächen der Gemeinde stießen bei mehreren Ausschussmitgliedern jedoch auf Skepsis. Grund seien Eltern, die sich beschweren würden, sollte das Kind beispielsweise von einer Biene gestochen werden.

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