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Gertrud Eichinger (52) aus Finsing kandidiert für den Landtag.

Landtagskandidatin Eichinger zur GroKo und ihrem Listenplatz

„Klarer Auftrag an die Regierung“

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Von Listenplatz fünf der Oberbayern-SPD startet Gertrud Eichinger aus Finsing in die Landtagswahl. Am Tag nach dem Ja zur GroKo-Entscheidung wird mit der Dritten Landrätin.

-Frau Eichinger, Platz fünf auf der Oberbayern-Liste – zufrieden?

Gertrud Eichinger: Mit diesem Ergebnis bin ich sogar sehr zufrieden. Mit einem so guten Platz hatte ich nicht gerechnet. Insgesamt sind die drei stellvertretenden SPD-Landrätinnen aus Erding, Rosenheim und München-Land sehr gut gesetzt worden. Genauso erfreulich ist aber auch der Listenplatz 14 im Bezirk für Ulla Dieckmann.

-Damit haben Sie ja reelle Chancen, in den Landtag einzuziehen.

Eichinger: Die Chancen steigen natürlich mit der Höhe des Listenplatzes. Wähler aus dem Stimmkreis Erding, die mich im Landtag sehen wollen, sollen mir bitte die Erst- und Zweit-, sprich die Parteistimme geben.

-Die Große Koalition steht endlich. Hätten Sie mit einem so deutlichen Mitgliederentscheid gerechnet?

Eichinger: Nach vielen Gesprächen mit Genossen war ich zuversichtlich, dass es eine Mehrheit für die GroKo gibt. Ich bin froh, dass es so ausgegangen ist. Glücklich bin ich, dass es am Ende mit 66 Prozent so deutlich war. Ich war vorsichtiger optimistisch und hätte auf 60:40 getippt. Je deutlicher das Ergebnis, desto klarer der Auftrag an die Regierung. Das heißt aber nicht, dass wir die SPD nicht inhaltlich erneuern müssen. Dieser Auftrag besteht ungeachtet des Votums. An dem freut mich auch, dass die Wahlbeteiligung mit 78 Prozent sehr hoch war.

-Was ist jetzt zu tun?

Eichinger: Entscheidend ist, dass wir jetzt endlich eine „echte“ Regierung bekommen. Schnell angepackt werden sollte das Problem der drohenden Diesel-Fahrverbote. Auch muss Deutschland jetzt seine Rolle einnehmen, damit Europa wieder einheitlicher, stärker und geschlossener auftritt.

- Die SPD bekommt besonders heftig ihr Fett weg. Tut das weh?

Eichinger: Allmählich schon. Denn die SPD hat Verantwortung gezeigt. Ihre Zerrissenheit ist ein Spiegel der Gesellschaft. Mitgliederentscheid und Debatte sind eine Blaupause, wie man in Deutschland schwierige Themen angehen muss – offen, transparent, kontrovers und dann entscheidungsstark.

-Was sind Ihre Schwerpunkte im Landtagswahlkampf?

Eichinger: Bezahlbarer Wohnraum wird sicher das A und O sein. Auch um die dritte Startbahn dürfte gerungen werden. Mir persönlich liegt die Digitalisierung am Herzen, die unser Leben dramatisch verändern und so manchen Arbeitsplatz kosten wird. Das muss man politisch flankieren.

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